Partner der

Präsidium: Neuer Chef der Kripo

|
Frank Spitzmüller.  Foto: 

Der Saxophonist spielte „Imagine“ von John Lennon. Darin besang der Ex-Beatle einst die schöne, friedliche utopische Welt von morgen. Ein romantischer Kontrast, denn an sich passt kaum etwas weniger zur Arbeit eines Kriminalbeamten. Am Dienstagmorgen wurde unter dieser musikalischen Beihilfe der neue Chef der Kriminalpolizeidirektion des Ludwigsburger Präsidiums feierlich in sein Amt eingeführt: Kriminaldirektor Frank Spitzmüller. Die knapp einstündige Zeremonie war freundlich und kollegial, es gab weder eine Urkunde noch einen Eid, sondern besagte Saxophonklänge und Reden, in denen bisweilen tatsächlich etwas gesagt wurde. Zum Beispiel vom Leiter der Heilbronner Staatsanwaltschaft Frank Rebmann, der sich zur möglichen Legalisierung von Cannabis durch eine „Jamaika-Koalition“ äußerte. Für Rebmann wäre das eine „Zeitenwende“. Er zweifelt an, dass es mit dem Jugendschutz sehr weit her sei, wäre diese Droge  legalisiert. Aber: „Sie werden, wenn das kommt, einige frei werdende Beamte haben“, sagte Rebmann zu Spitzmüller.

Wunschberuf Kfz-Mechaniker

Der neue Kripo-Chef, 45 Jahre alt, wollte zunächst gar nicht Polizist werden, sondern Kfz-Mechaniker. Aber die Oma hatte abgeraten – wegen der schmutzigen Finger. Das plauderte Polizeipräsident Frank Rebholz ebenso aus wie den Spitznamen Spitzmüllers: „Spitze“. Der laut Rebholz jüngste Kripo-Chef im Land arbeitete zu Beginn seiner Karriere auf den Revieren Ludwigsburg und Kornwestheim, später unter anderem im Rauschgiftdezernat und im Innenministerium. Rebholz nannte Spitzmüller pfiffig, zielstrebig und beharrlich. „Ihre Arbeit hat wesentlichen Einfluss auf die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl von 900 000 Menschen.“ Das Präsidium ist zuständig für die Landkreise Ludwigsburg und Böblingen, Sitz der Kripo ist in Böblingen. Spitzmüllers Frau, selbst Polizistin, erhielt Blumen, weil sie ihm den Rücken so gestärkt habe.

Spitzmüller nannte sich selbst einen „eingefleischten Kripobeamten“. Vor den versammelten 50 Polizisten sowie Richtern und Staatsanwälten machte der Freiberger eine klare Ansage: „Ich vertrete meine Position, auch wenn es unangenehm wird.“

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Die ersten Weihnachtsbäume stehen schon

Auch in diesem Jahr wird Bietigheim-Bissingen weihnachtlich geschmückt. Laut Stadtverwaltung wurden an 13 Plätzen Weihnachtsbäume aufgestellt, die aus privaten Gärten stammen und der Stadt gespendet wurden. weiter lesen