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Neugierige erleben das junge PKC

Am Workshop "Junges PKC" beteiligten sich insgesamt 16 Kinder und Jugendliche im Alter von sieben und 13 Jahren. Im Pädagogisch-Kulturellen Centrum Ehemalige Synagoge Freudental erfuhren sie viel über jüdische Traditionen.

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In einem zweitägigen Workshop "Junges PKC" erfuhren die Sieben- bis 13-Jährige viel über das Judentum.  Foto: 

"Viele beteiligten sich bereits zum zweiten Mal", berichtete Barbara Schüßler, Leiterin Pädagogik und Kultur, über die 16 Sieben- bis 13-Jährigen, die am Wochenende ins Pädagogisch-Kulturelle Centrum Ehemalige Synagoge Freudental (PKC) gekommen waren. In zwei Tagen wurde gemeinsam viel gelernt. Einige Kinder wollten wissen, wie lang die Torarolle ist. Die im PKC vorhandene Torarolle ist durch Brandschaden "entweiht", daher war es möglich, diese auszumessen: Stolze 27 Meter misst die Schriftrolle. Weiter erfuhren die Kinder und Jugendlichen, dass es etwa ein Jahr dauert, eine solche Schriftrolle zu beschreiben, außerdem führe der kleinste Fehler dazu, dass die Schriftrolle nicht verwendet werden darf.

Spannend war für die Teilnehmer des zweitägigen Workschops "Junges PKC" ein paar Brocken modernes Hebräisch zu lernen. Nach dem Kurs konnte man sich begrüßen und fragen, wie es geht: "Shalom, ma schlomech?". "Ani beseder, toda." - "Es geht mir gut. Danke."

Ein wichtiges Thema war der Holocaust-Gedenktag aus der letzten Woche. Die jungen Teilnehmer hatten in der Zeitung und im Fernsehen viel über die Ereignisse im Nationalsozialismus mitbekommen und wollten wissen, ob diese Geschichten auch in Freudental passiert sind. "Wir erfuhren über Ernestine Spatz, die im Novemberpogrom bedroht wurde und über ihre Freundin Christiane Hofmann. Sie und ihr Mann Hermann Hofmann gaben sich beide Mühe, dass es den jüdischen Nachbarn trotzdem gut ging. Am Haus der Familie Hermann in der Strombergstraße 11 hat Julius, der sich schon sehr gut auskennt, die Geschichte von Adolf Hermann erzählt. Der verließ Freudental mit 16 Jahren und wurde wenige Jahre später im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Wir fanden es sehr traurig, diese Geschichten zu hören", heißt s in dem Bericht, den die jungen Teilnehmer am Ende des Workshops verfassten. Barbara Schüßler las aus dem Buch "In meiner Tasche", in dem ein Kind erzählt, wie es ganz alleine nach England geschickt wurde. "Wir wollten gerne ,Reise nach Jerusalem spielen' und haben dann entschieden, dass das kein guter Name ist, nach allem, was wir gelernt hatten", merkten die Sieben- bis 16-Jährigen an. Viel Spaß habe das "Junge PKC" gemacht, war die einhellige Meinung, auch weil die Teilnehmer im Pädagogisch-Kulturellen Centrum übernachten durften.

Die 16 Kinder und Jugendlichen waren sich einig, dass sie wiederkommen wollen, wenn zum "Jungen PKC" eingeladen wird. Schüssler: "Der nächste Termin wird im Mai sein. Alle, die schon einmal dabei waren, werden persönlich eingeladen. Jederzeit sind neue Teilnehmer willkommen."

Gärten der Wissenschaft

Vortrag Am Sonntag, 8. Februar, 15 Uhr, wird Professor Dr. Stefan Schreiner im Rahmen der "Gärten der Wissenschaft" über das Thema "Drei Religionen aus einer Wurzel: Zur Interpendenz von Christentum/Judentum/Islam" im PKC referieren. Das Wissen um die Wurzeln verschiedener Religionen und Kulturen ist Grundlage für deren Verstehen und Voraussetzung für die Akzeptanz von Menschen unterschiedlicher Herkunft, heißt es in einer Mitteilung des PKC.

Kenner Schreiner hat seit 2013 die Funktion eines Seniorprofessors. An der Eberhard Karls Universität Tübingen begründete er das Zentrum für Islamische Theologie mit und begleitet es weiterhin. Er vermittelt die wissenschaftlichen Grundlagen profund und anschaulich.

Austausch Nach dem Referat besteht bei Kaffee und Hefezopf im Glaszelt des PKC die Möglichkeit zum vertieften Gespräch. Der Eintritt kostet zehn Euro, eine Reservierung ist erwünscht unter Telefon (07143) 2 41 51, per E-Mail: mail@pkc-freudental.de oder über die Homepage: bz

SWP

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