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Neues Label soll alte Heizkessel enttarnen

Seit 1. Januar sollen alte Heizungsanlagen Farbe bekennen. Ein Energie-Etikett teilt die Bestandsgeräte künftig in sieben Kategorien ein.

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Seit 1. Januar können Heizkessel, die seit mehr als 15 Jahren laufen, ihr Alter nicht mehr verbergen. Denn ein neues Energieetikett kennzeichnet in Deutschland jetzt nach und nach die Bestandsgeräte, wie die Ludwigsburger Energieagentur mitteilt. "Wie beim EU-Energielabel weist die Farbe Rot auf ein ineffizientes Gerät hin", sagt Sebastian Staudenmayer, Geschäftsführer der Ludwigsburger Energieagentur.

Die Einteilung reiche von "E" bis "A++", farblich entsprechend von Rot bis Grün. Die Stufen "E" bis "C" bezeichnen ineffiziente und veraltete Anlagen, wie mit Gas und Öl betriebene Niedertemperatur- und Standardkessel, heißt es weiter. Mit grüner Farbe oder der Bezeichnung "A++" dürfen sich effiziente Kessel und mit erneuerbaren Energien betrieben Anlagen schmücken.

Die neuen Labels gelten ausschließlich für Deutschland. Nützen kann die Klassifizierung beispielsweise bei einem geplanten Immobilienkauf. Die Interessenten erfahren bei der Hausbesichtigung sofort das Alter der Anlage. Vor allem soll das Etikett Hausbesitzern den Effizienzstatus ihrer Heizung vor Augen führen und zum Austausch anregen.

"Ein mehr als 15 Jahre altes Gerät ist energetisch nicht mehr fit für die Zukunft", sagt Staudenmayer. Er empfiehlt, in diesem Zusammenhang eine professionelle Gebäudeenergieberatung in Anspruch zu nehmen. Denn der Verbrauch an Heizenergie hänge nicht nur von der Effizienz des Wärmeerzeugers, sondern auch vom energetischen Zustand des Hauses ab.

Anbringen dürfen das kostenlose Label seit Jahresbeginn Schornsteinfeger, Heizungsinstallateure und bestimmte Energieberater. Ab dem Jahr 2017 wird die Etikettierung Pflicht. Bis 2022 werden sich deutschlandweit rund 13 Millionen alter Heizkessel in den Ruhestand verabschieden und gegen neue, hocheffiziente ausgetauscht oder durch den Anschluss an ein Nah- oder Fernwärmenetz ersetzt.

Deutsche Heizungsanlagen bringen es durchschnittlich auf ein Alter von 17,6 Jahren, so die Mitteilung der Energieagentur. Etwa 35 Prozent sind sogar älter als 20 Jahre. Aktuell werden zwei Drittel der Geräte den ineffizienten Bereichen "C" bis "E" zugerechnet.

Bei der Ludwigsburger Energieagentur erhalten interessierte Bürger Auskunft zu allen Themen um die energetische Gebäudesanierung. In den Mitgliedskommunen der LEA, Asperg, Freiberg, Großbottwar, Kornwestheim, Löchgau, Ludwigsburg, Remseck und Tamm, wird außerdem eine 45-minütige kostenfreie Beratung angeboten, heißt es von Seiten der Engergieagentur.

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