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Nässe schreckt "Wasserratten" nicht

Ihrem Necknamen als "Wasserratten" wurden die Kirchheimer beim Straßenfest gerecht. Bei der Eröffnung am Samstag kam das Nass aus den Schubkarren, aus Ballons und aus der Spritze. Im Lauf des Abends kam es mehrfach von oben.

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Der Sonntagnachmittag beim Kirchheimer Straßenfest stand ganz im Zeichen der Straßenmusiker.  Foto: 

Die unbeständige Witterung tat dem Kirchheimer Straßenfest kaum weh, gab es doch Zelte, Regenschirme und Regenjacken. "Unser Straßenfest ist nicht irgendein Fest", hatte Bürgermeister Uwe Seibold bei der Eröffnung erklärt. "Es ist eines der größten, attraktivsten und beliebtesten Feste in der Region." Doch trotz Freiwein, einem Kirchheimer Trollinger, gab es Lücken in den Reihen der Besucher auf dem Schillerplatz. Ein Konkurrenz-Fest? Nein, Fußball-WM. Ausgerechnet Gastgeber Brasilien spielte zeitgleich gegen Chile.

Doch fast so spannend wir dieses Spiel verlief der traditionelle Wasserrattenlauf, bei dem Zweierteams des Musikvereins, des Turnvereins, des Kraftsportvereins und der Kneipe "Bittersüß" um das begehrte Nass kämpften. Über holprige Leitern musste der wassergefüllte Schubkarren auf Zeit gebracht, die wassergefüllten Ballons durch einen Basketballkorb geworfen und aufgefangen und mit der Wasserspritze, die mit der Handpumpe betrieben wurde, musste ein aufgehängter Eimer gefüllt werden. Am besten gelang dies dem TVK-Team mit Andreas Leopold und Daniela Härtner. Sie schafften 73,2 Liter ins Ziel. Ihnen folgten die Teams des Kraftsportvereins, "Bittersüß II", Musikverein und "Bittersüß I".

Mit einem schelmischen Lächeln spielte zur Eröffnung der Musikverein Harmonie das Lied "Wien bleibt Wien", was in Kirchheim natürlich als "Wein bleibt Wein" interpretiert wurde. Doch nicht allein der Kirchheimer Trollinger macht das Fest aus. Kulinarische Köstlichkeiten, so die Eigenwerbung, erwarteten die Besucher. Sogar selbstgemachte Schwäbische Rahmkuchen aus dem Holzbackofen waren darunter.

Und Musik satt gabs noch dazu. Auf drei Bühnen, am Schillerplatz, am Marktplatz und vor der Alten Kelter, wurde musiziert. Für Gemütlichkeit sorgte an der Alten Kelter die "All Style Groove Band", die aus dem Blasorchester des Musikvereins Löchgau hervorgegangen ist. Am Marktplatz überzeugte die Cover-Band "Beauty Case", die Hit an Hit reihte und für beste Partystimmung sorgte. Am Schillerplatz hingegen war die "etwas andere" Musik angesagt: Dort übernahm nach der Vorband, den "More Colours", am späten Abend Cris Cosmo das Mikrofon. "Wir spielen und tanzen den Regen weg", kündigte der ehemalige Straßenmusiker an. Mit eigenen Songs aus dem Bereich des Pop, der Reggae- und Latino-Elemente enthielt, war die Musik nicht so eingängig wie auf den anderen Bühnen. Aber dafür erfrischend neu. Die Band, die bereits drei Alben veröffentlicht hat, stellte hierbei auch erste Songs vom 2015er-Album vor und stieß dabei auf ein interessiertes Publikum. Für die Veranstalter ärgerlich war nur eines: Viele der jungen Besucher genossen die Musik, lebten aber aus ihrem Rucksack. Zwar könne die Umlage für die beteiligten Vereine dank vieler Sponsoren noch in einem vernünftigen Rahmen gehalten werden, aber das sei unfair, befand der Festausschuss. Denn auch die erforderliche Security arbeitet ja nicht umsonst.

Der Sonntag begann an der Rathausbühne um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst. Anschließend gab der Posaunenchor ein Platzkonzert. Für die jungen Festbesucher wurde an der Storchenbühne ein Kinderprogramm mit Mitmachzirkus, Schminken und einer Spielstraße vor dem "Bonus" organisiert. Musikalisch stand der Sonntagnachmittag ganz im Zeichen der Straßenmusik: an sechs verschiedenen Standorten wurde aufgespielt

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