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Nach Bamberger kandidiert auch Chef nicht mehr

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Monika Chef bei der Amtseinsetzung nach der Wiederwahl 2010.  Foto: 

Im Juli gab der Bönnigheimer Bürgermeister Kornelius Bamberger bekannt, dass er nach zwei Amtsperioden nicht mehr zu einer Wahl antreten will. Jetzt zieht Monika Chef in Gemmrigheim nach: Nach 24 Jahren auf dem Chefposten im Gemmrigheimer Rathaus will die 59-Jährige nicht noch einmal kandidieren. Diesen Entschluss hat sie dem Gemeinderat mitgeteilt, der am Montag, 23. Oktober, über das Prozedere der Neuwahl entscheiden wird.

Über die Nachfolge ihres Bürgermeisters können die Bönnigheimer am Sonntag, 15. April, entscheiden.  Der Gemeinderat einigte sich in seiner Sitzung am Freitag auf diesen Wahltermin. Er habe den Wunsch, in einen neuen, privaten Lebensabschnitt einzutreten, hatte Bamberger seinen Entschluss im Sommer begründet. Zudem wolle er nach mehr als 30 Jahren in der Kommunalpolitik Abstand gegenüber negativen Entwicklungen in der Gesellschaft gewinnen, sagte er im Gespräch mit der BZ. Was er meinte: Die beinahe grenzenlose Verfolgung eigener Interessen greife immer mehr um sich. Nicht zuletzt durch die sozialen Medien werde eine sachliche Diskussion, die auf einen Kompromiss zielt, immer seltener geführt.

 Bambergers zweite Amtszeit endet zum 15. Juli 2018, spätestens einen Monat zuvor muss gewählt werden. Um nicht in Konflikt mit den Pfingstferien zu kommen, die die Wahlbeteiligung schwächen würden, schlug die Verwaltung den relativ frühen Termin am 15. April vor. Fachbereichsleiter Timo Steinhilper verwies in der Sitzung auf die veränderte Bedeutung der Pfingstferien, die sich zur Hauptreisezeit entwickelt hätten. Zudem seien außerhalb der Ferien auch eher Wahlhelfer zu bekommen. Ein etwaiger zweiter Wahlgang soll dann am Sonntag, 29. April, stattfinden.

Die Ausschreibung der Bürgermeisterwahl wird am Donnerstag, 9. Februar, im Staatsanzeiger veröffentlicht. Die Bewerbungsfrist beginnt am 10. Februar und endet am Montag, 20 März, um 18 Uhr. Die öffentliche Vorstellung der Bewerber sollte aus Sicht der Verwaltung idealerweise am Montag, 9. April, stattfinden.

Knappe Wahl vor acht Jahren

Dann steht der Nachfolger von Monika Chef in Gemmrigheim bereits fest. Ihre Amtszeit endet am 16. Mai nach 24 Jahren. Chef, die von 2006 bis 2011 für die FDP ein Landtagsmandat innehatte, ist in Gemmrigheim umstritten. Beinahe von Beginn an war es zu Reibereien und Konflikten mit Teilen des Gemeinderats und der Bürgerschaft gekommen. Im März 2010 verpasste sie sogar im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Und selbst im zweiten Wahlgang bekam sie nur 57 Stimmen mehr als ihr schärfster Herausforderer, der Gemmrigheimer Jürgen Böhm, ein ehemaliger Gemeinderat. Er hatte bereits bei der Bürgermeisterwahl acht Jahre zuvor im Jahr 2002 fast ein Drittel der Stimmen geholt. Chef selbst war am Montag zu einer Stellungnahme nicht zu erreichen.

Geht es nach dem Vorschlag der Verwaltung, dann wird der neue Gemmrigheimer Bürgermeister am Sonntag, 4. März, gewählt. Ein möglicherweise zweiter Wahlgang findet am Sonntag, 18. März, statt. Nach der Stellenausschreibung am Freitag, 15. Dezember, beginnt die Bewerberfrist am 16. Dezember. Sie endet am Montag, 5. Februar, 18 Uhr.

In diesem Jahr werden im Landkreis Ludwigsburg in Großbottwar und Hemmingen Bürgermeister gewählt.

Im BZ-Gebiet stehen im Jahr 2018 laut Landratsamt vier Wahlen an: In Hessigheim, Mundelsheim und in Gemmrigheim und Bönnigheim.

2019 folgt die Stadt Sachsenheim. Bürgermeister Horst Fiedler will sich kommendes Jahr entscheiden, ob er wieder kandidiert. Im selben Jahr finden auch überall die Kommunalwahlen statt. msc

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