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Nach 20 Minuten ist alles vorbei

Am Samstag wurde in Freudental der Ernstfall geprobt: Die Freiwillige Feuerwehr übte am Rathaus das Löschen und Bergen, für die Schaulustigen wurde alles über Lautsprecher kommentiert.

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Stadtmitte Freudental, Samstag, 17 Uhr: Dicker Qualm dringt aus dem Rathaus, überall sind Sirenen zu hören, unter anderem sitzt noch der Bürgermeister im Gebäude fest. Eine Horrorvorstellung, die am vergangenen Samstag in Freudental zu Übungszwecken inszeniert wurde: Gemeinsam mit der Besigheimer Feuerwehr probten die Freudentaler Brandbekämpfer den Ernstfall. Drei Einsatzfahrzeuge, eine Drehleiter und über zehn Feuerwehrmänner und -frauen waren dazu vor Ort. Überdies zeigten sich die Freudentaler schaulustig, aus dem Gasthaus in der Straße kamen sogar Gäste, die der Kleidung nach zu urteilen eindeutig eine Feier unterbrachen, um die Übung zu verfolgen.

Während des Einsatzes kommentierte der Freudentaler Feuerwehrkommandant Alexander Weidhaus das Geschehen über Lautsprecher. Zunächst wurde aus dem ersten Stück des Rathauses Bürgermeister Alexander Fleig über eine Leiter geborgen, anschließend zwei Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, die sich momentan noch in der Ausbildung befinden, aus den oberen Geschossen. Dazu war die Drehleiter nötig, und Alexander Weidhaus erklärte den Schaulustigen, dass jedes Zimmer nach möglichen Eingeschlossenen durchsucht werden muss. Der Feuerwehrkommandant machte aber auch darauf aufmerksam, wie eng es in der Straße geworden war, nachdem alle drei Einsatzfahrzeuge eingetroffen waren. Er ermahnte, beim Parken immer darauf zu achten, Gassen für solche Fahrzeuge freizulassen, denn im Ernstfall würden Sekunden entscheiden.

Weidhaus erklärte, während die Einsatzkräfte beschäftigt waren, auch die Bedeutung der Westen, die sie über ihrer normalen Feuerwehruniform trugen. Die Uniform eines Mannes trage den Schriftzug "Einsatzleiter", dieser habe beim Einsatz die rechtliche Verantwortung über alle Einsatzkräfte. Die Feuerwehrleute mit blauer Weste seien Gruppen- oder Fahrzeugführer. Das bedeute, sie hätten das Kommando über eine Untergruppe beim jeweiligen Einsatz. Die schwarz-weiß-karierten Westen seien derweil den Helfern vom Atemschutz vorbehalten.

Nach 20 Minuten war der Einsatz beendet, alle waren geborgen, und der Rauch wurde aus dem Gebäude mit einem Entlüftungsgerät entfernt. Alexander Weidhaus betonte zum Schluss noch, dass solche Übungen in den vergangenen Jahren vernachlässigt worden seien, in Zukunft aber regelmäßiger, etwa im Zwei-Jahres-Takt, stattfinden sollen.

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