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Mit Azubis gut gerüstet

Im Handwerk und Handel sind noch viele Plätze Ausbildungsplätze unbesetzt.  Die Metallbetriebe können jedoch nicht klagen.

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Bei der Dürr AG in Bietigheim-Bissingen ist die Zahl der Lehrstellen auf sieben begrenzt.    Foto: 

Bei der Dürr AG in Bissingen ist die Zahl der Ausbildungsberufe  auf  sieben begrenzt. „Denn“, so Pressesprecher Günter Dielmann, „das liegt in unserer Struktur begründet“. Schließlich seien am Stammsitz vorwiegend Engeneering-Aktivitäten konzentriert. Trotzdem braucht das Unternehmen auch Mechatroniker, Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechniker und Industriekaufleute. „Alle Plätze besetzt“, konnte deshalb Ausbildungsleiter Hans-Uwe Klaiber jetzt auch folgerichtig für das Jahr 2016 vermelden.

Auch bei Bessey ist der Bedarf an Lehrlingen laut Unternehmenssprecherin Eva Albert gedeckt. Die Bessey Tool GmbH bildet pro Jahr zwei Lageristen aus, die Bessey Präzisionsstahl GmbH einen Maschinen- und Anlagenführer und/oder einen Industriekaufmann. Gleiches gilt für die Dürr Dental AG, die ebenfalls pro Lehrjahr zwei bis drei Industriekaufleute ausbildet sowie einen Elektroniker und auch 2016 keine Probleme damit hatte, ihre offenen Lehrstellen zu besetzen, wie Firmensprecher Thomas Schippert wissen lässt.

Ähnlich äußerte sich Dr. Anja Vomberg, die bei der Kometgroup in Besigheim für Unternehmenskommunikation zuständig ist. Dort bekamen  ihren Angaben zufolge auch in diesem Jahr  wieder 13 Schulabgänger Verträge für eine Ausbildung zum Industriekaufmann oder zum  Werkzeugmechaniker. Je nach Bedarf werden sonst aber auch Lagerlogistiker, Elektroniker oder  Fachinformatiker ausgebildet. 

Dass all diese Firmen genügend geeignete Bewerber finden, liegt auch an der relativ langen Vorlaufzeit. Denn in der Regel müssen sich Schulabgänger bereits zwölf Monate vor Ausbildungsbeginn bei  Betrieben der Metallindustrie bewerben, so dass die Personalabteilungen genügen Zeit haben, sich genau anzuschauen und nur den Besten den Zuschlag zu geben. Was auch eine gewisse Garantie dafür ist, dass sie nach ihrer Ausbildung auch übernommen werden können. So, wie es der Tarifvertrag von Südwestmetall mit den Gewerkschaften auch für ein Jahr vorschreibt.

Ähnlich wie den Metallberufen geht es auch den  Behörden. Beim Landratsamt Ludwigsburg beginnen am 1. September 13 neue Auszubildende dort ihre Lehre: Unter anderem vier Verwaltungsfachangestellte, zwei Beamtinnen des mittleren nichttechnischen Dienstes, drei Vermessungstechniker und zwei Sozialarbeiter. Damit konnten sämtliche offene Stellen besetzt werden. Insgesamt beschäftigt die Kreisbehörde jährlich 35 Azubis, die allesamt die Chance haben, nach dem Abschluss ihrer Ausbildung übernommen zu werden.

Für den Einzelhandel ist es jedes Jahr wieder eine Herausforderung, die vorhandenen Ausbildungsplätze zu besetzen. Petra Scharp vom Möbelriesen Hofmeister kann ein Lied davon singen. Rund 40 Auszubildende könnte sie jedes Jahr für ein gutes Dutzend Berufsbilder (von Fachverkäufern und Büroberufen über Mediengestalter bis hin zum Koch) rekrutieren, doch auch dieses Mal sind immer noch Stellen unbesetzt geblieben. Der Grund: „Uns haben kurzfristig Azubis abgesagt“.

Noch schwieriger hat es der Lebensmittel-Einzelhandel und das Handwerk mit der Werbung um Auszubildende. Laut Arbeitsagentur sind derzeit im Kreis Ludwigsburg noch mehr als 600 Stellen offen. Wer also noch keinen Ausbildungsplatz hat, sollte sich dorthin wenden. Frei sind unter anderem noch folgende Lehrstellen: 43 Stellen im Lebensmittelhandel, 48 in Bäckereien, 36 im Hotel- und Gaststellengewerbe, 28 in Zahnarztpraxen, 27 in Friseurgeschäften und in Metzgereien und 21 in Fachbetrieben für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik.                    

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