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Mehr als 40 Kilo Drogen verkauft

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Jetzt scheint die Stuttgarter Justiz den Hauptlieferanten von großen Drogenmengen im Kreis Ludwigsburg am Wickel zu haben. Ein 32-jähriger Mann aus Bietigheim-Bissingen sitzt seit Freitag auf der Anklagebank des Stuttgarter Landgerichts. Er soll von 2015 bis Anfang 2017 insgesamt mehr als 40 Kilo Kokain, Haschisch und Marihuana an drei 26- bis 35-jährige Unterhändler aus dem Ludwigsburger Kreisgebiet abgegeben haben, die inzwischen bereits in Stuttgart zu Haftstrafen verurteilt worden sind, ebenso wie Lieferanten aus den Niederlanden, die in Bietigheim-Bisssingen erwischt worden waren (die BZ berichtete).

Der 32-jährige Angeklagte will zu seinen persönlichen Verhältnissen keine Angaben machen. Einem 31-jährigen Unterhändler aus Pleidelsheim soll er in seiner damaligen Wohnung in Stuttgart ein halbes Kilo Kokain ausgehändigt haben. Von Januar bis Dezember letzten Jahres dann wöchentlich zwei Kilo, darunter in einem Fall sechs Kilo und einmal ein halbes Kilo Marihuana.

Halbes Kilo Kokain auf einmal

An den Pleidelsheimer soll er außerdem im August 2015 auf einmal 20 Kilo Haschisch geliefert haben. Sechs Kilo Marihuana, ein weiteres Kilo Haschisch, sowie 286 Stück verbotener Pillen seien allein im Januar letzten Jahres durch die Hände des 32-Jährigen an andere Unterhändler im Kreisgebiet ausgeliefert worden. Doch einer seiner Unterhändler gestand. Einer seiner Empfänger hate den Fall als Vertrauensperson (VP) der Ludwigsburger Drogenfahnder gegen Bezahlung erst ins Rollen gebracht. Allerdings stellte sich im Lauf der Ermittlungen heraus, dass er selbst beim großangelegten Handel mit Rauschgift aktiv dabei war. Im Januar 2017 wurde der 32-Jährige Bietigheim-Bissinger festgenommen

Sein Strafmaß, ist bereits am Freitag im Zuge eines sogenannten Verständigungs-Deals erörtert worden. Die Richter teilten nach zweistündiger Beratung mit, falls ein komplettes Geständnis im Sinne der Anklage abgelegt werde, könne man eine Freiheitsstrafe von nicht über sechs Jahre verbindlich zusagen. Ob der Angeklagte dabei auch die Herkunft der immens großen Drogenmengen preisgibt, ist offen. Bisher sind derlei richterliche Fragen in den Vor-Prozessen gegen die anderen Beschuldigten unbeantwortet geblieben. Der Staatsanwalt vermutet, dass als Herkunftsland Holland in Frage kommt.

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