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Mahle-Werk im Elsass vor der Schließung

In der elsässischen Partnergemeinde von Ingersheim soll das Mahle-Werk bis Ende März 2014 geschlossen werden. In dem 4777-Seelen-Dorf sorgen sich die Menschen.

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In Ingersheim habe man über die Millionen-Verluste beim Kolbenwerk Mahle an der Route de Colmar Bescheid gewusst, so Jean-Marc Bettinger, Partnerschaftsbeauftrager und im elsässischen Ingersheim als Gemeinderat für die Finanzen zuständig. Das Unternehmen selbst macht für die Schließung Überkapazitäten und einen Verlust in Höhe von 43 Millionen Euro zwischen 2007 und 2012 geltend, betroffen wären bei einer Schließung 270 Arbeitsplätze. Mitte der 1990er-Jahre waren es noch bis zu 650. Zuletzt hatte Mahle vor drei Jahren 75 Arbeiter in Ingersheim entlassen, das Werk bei Colmar ist eines von vieren in Frankreich.

Es habe, so Bettinger, keine großen Investitionen bei Mahle mehr gegeben. "Es konnte fast nicht anders kommen", vor allem die jüngeren Mahle-Beschäftigten machen sich nun Sorgen. Die Gewerbesteuer werde hoffentlich nicht so stark einbrechen, hofft Bettinger, der auf die kommunalen Zusammenschlüsse, wie etwa die "Communauté dAgglomération de Colmar", hinweist.

Der elsässische Bürgermeister Gérard Cronenberger hat schon vor Bekanntwerden der Schließung mit dem Mahle-Direktor gesprochen und regionale Politiker mobilisiert. "Ich habe es befürchtet", so die Reaktion von Volker Godel, Bürgermeister im schwäbischen Ingersheim. Godel, Cronenberger, Jean-Louis Christ, französischer Abgeordneter der Nationalversammlung, als auch die Bundestagsabgeordneten Harald Leibrecht (FDP) und Eberhard Gienger (CDU) hätten gemeinsam beim Vorstandsvorsitzenden von Mahle wegen der Situation im Elsass im März einen Termin vereinbart, der jedoch von dem Unternehmen abgesagt wurde. "Dies war kein gutes Zeichen", so Godel.

Aktuell will Mahle von rund 300 Stellen in Markgröningen 80 abbauen, für den Rest soll es eine Beschäftigungsgarantie bis Mitte 2018 geben. Das Mahle-Werk in Alzenau wurde bereits vor über zwei Jahren geschlossen.

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