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Ludwigsburg startet Pilotprojekt

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Die neue Mooswand in Ludwigsburg an der B 27.  Foto: 

Ein wenig sieht es nach einem farbigen Kunstwerk im öffentlichen Raum aus: die neue Mooswand in Ludwigsburg an der Ecke Frankfurter Straße (B 27) und Katharinenstraße in Eglosheim. Am Freitag ist der Praxistest im Kampf gegen den Feinstaub vom Ludwigsburger Baubürgermeister Michael Ilk vorgestellt worden.

In Laborversuchen haben die Moose bereits einen regelrechten Heißhunger auf das im Feinstaub enthaltene Ammoniumnitrat entwickelt, heißt es vom Projektentwickler – einem Konsortium aus der Züblin AG, Helix Pflanzen GmbH und dem Deutschen Institut für Textil- und Faserforschung (DITF). Ihr Forschungsprojekt nennen sie „MoosTex“. Ammoniumnitrat sind Kleinstpartikel in der Luft, die die Gesundheit schädigen können. Ludwigsburg ist damit nach Stuttgart die zweite Stadt in der Region, die diesen Weg zur Luftverbesserung eingeschlagen hat.

Der Prototyp besteht aus vier Paneelen mit Zackenmützenmoos und ist 1 Meter breit und etwa 2,5 Meter hoch. Sollte der Pilotversuch erfolgreich sein, kann die Wand im Verbund mit weiteren Elementen zu beliebig langen und auch höheren Wänden zusammengesetzt werden. Die Modulbauweise habe zudem den Vorteil, dass der Einsatz der Paneele individuell an lokale Gegebenheiten angepasst werden könne, hoffen die Entwickler. Die vergleichsweise schmalen Elemente seien nicht nur platzsparend, sondern sehr einfach auszutauschen. Dadurch seien sie in gewisser Weise mobil an stark betroffenen Stellen im städtischen Raum einsetzbar.

„Die grünen Wände sind auch Lärmschutz, sie verbessern die Luftqualität und das lokale Klima“, erklärte der Baubürgermeister und betont gleichzeitig, dass Mooswände nur ein Baustein seien, um in Ludwigsburg die Luft besser zu machen. Schließlich drohten der Stadt Dieselfahrverbote. Da müsse die Verwaltung unter Beweis stellen, dass sie im Kampf gegen Feinstaub und Stickoxide nicht tatenlos geblieben sei. Nach drei Jahren soll entschieden werden, ob das Moos an der B 27 einen Nutzen bringt und ausreichend Schadstoff bindet.

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