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Landkreis: Übernachtungsgäste Reisen meist geschäftlich

Mehr als zwei Drittel der Übernachtungen in der Region gehen auf Geschäftsreisende zurück - der Tourismus spielt hier also eine untergeordnete Rolle.

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Im Landkreis sind die Übernachtungszahlen zuletzt gestiegen. Wie aus Daten des Statistischen Landesamtes hervorgeht, gab es im ersten Halbjahr 2015 etwa 30 000 bezahlte Übernachtungen mehr als im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Zuwachs von fast sieben Prozent auf 476 525 - bis einschließlich Juni 2015. Aktuellere Zahlen weist das Landesamt nicht aus. Doch auch im Vergleich der Gesamtjahre 2014 und 2013 ließ sich für den Kreis ein Aufwärtstrend feststellen. 2014 waren es im Kreis fast eine Million Übernachtungen (977 292), das ist ein Zuwachs von fast fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr (um etwa 43 000).

Der - landesweite - Positivtrend bestätigte sich nicht für den Tourismusverband 3 B, in dem unter anderem die Städte Bietigheim-Bissingen, Besigheim und Bönnigheim vereint sind. Insgesamt verzeichneten die drei Städte in der Summe einen leichten Rückgang - von 121 819 (2013) auf 118 821 (2014) Übernachtungen. Das ist ein Verlust von 2,5 Prozent (die BZ berichtete). Verloren hatte dabei nur Bietigheim-Bissingen - von knapp 90 000 auf 86 000, Bönnigheim und Besigheim haben jeweils leicht zugelegt, auf knapp 16 000 (Besigheim) beziehungsweise 17 000 (Bönnigheim) Übernachtungen im Jahr.

Allerdings sind dies nur die Zahlen, die das Statistische Landesamt bietet - jedoch müssen nur Betriebe ihre Übernachtungszahlen melden, die mindestens zehn Betten anbieten. Im 3B-Beritt müsste man daher aus Privatquartieren und Ferienwohnungen für 2014 zu den genannten 118 821 Übernachtungen noch einmal mindestens 15 Prozent dazupacken (etwa 17 000).

Der Rechenschaftsbericht des 3B-Verbandes verweist auf eine Besonderheit des Landkreises: Die meisten Gäste, die hier übernachten, sind keine Touristen, sondern Geschäftsreisende. "Im Schnitt sind das etwa 80 Prozent der Übernachtungen im 3B-Land", bestätigte Eric Reiter vom Verband im April. Dieser Größenordnung - 70 bis 80 Prozent Businessgäste - schließen sich nicht nur sämtliche befragte Experten aus dem Landkreis an. Auch von Seiten des " Regio Stuttgart Marketing und Tourismus" wird diese Größenordnung bestätigt - allerdings für die Region Stuttgart. Der Verein hat bereits Studien zu den Übernachtungsgästen anfertigen lassen. Ein Experte des Vereins schätzt, dass derzeit 70 Prozent der Übernachtungen in der Region auf Geschäftsreisende zurückgehen.

Das Problem ist nun: Kommen weniger Geschäftsreisende, sinken auch die Übernachtungszahlen deutlich. Das hat allem Anschein nach auch Bietigheim-Bissingen zu spüren bekommen. So wird im aktuellen 3B-Bericht für das Jahr 2014 ein Gastronom zitiert, der einen "großen Rückgang" bei Gästen aus den USA, den arabischen Ländern und Asien feststellt - und diesen Rückgang unter anderem mit Problemen bei DLW und dem Rückzug von Porsche Design aus der Bietigheimer Altstadt erklärt.

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