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Kulturreisen: Alternative zum Pauschaltourismus

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Am Wochenende fand die Kulturreisemesse in der Musikhalle in Ludwigsburg statt.  Foto: 

Während am vergangenen Samstagnachmittag die Ludwigsburger Innenstadt im Nieselregen versinkt, öffnet sich in der Musikhalle am Bahnhof das Tor zur Welt: Sonnige, blühende Hügel und mediterrane Städte, alles nur eine Buchung entfernt, präsentierten rund 30 Aussteller auf der Kulturreisemesse.

Der Kulturtourismus legt den Fokus auf das intensive Erfahren des Urlaubsziels, seine „kulturellen Aspekte, Lebensstil, Esskultur, Topographie, Umwelt, Städte und Dörfer und Sehenswürdigkeiten“, und biete so eine Alternative zur Pauschalreise, teilte der Veranstalter der Messe, DRP-Kulturtours mit. Das Interesse dafür wachse: Eine Untersuchung des Deutschen Tourismusverbandes ermittelte schon 2006 einen Umsatz von 82 Milliarden Euro in der Kulturtourismusbranche.

Geboten wurde am Samstag und Sonntag ein Programm aus Vorträgen, Infoständen und Aufführungen. Es fanden Vorträge zu Reisen nach Flandern, Iran, Apulien, zu den Nordfriesischen Inseln, nach Albanien, mit der Segelyacht in die Kykladen, ins Tal der Rosen in Bulgarien, sowie in die Elbphilharmonie statt. Der Veranstalter der Messe organisierte bisher in Hamburg und lud nun, das erste Mal in Süddeutschland, zur Kulturreisemesse.

Eine Kulturreise mit unter besonderen Voraussetzungen bot „Tour de sens“. Der Veranstalter organisiert Reisen für Blinde und Sehende, in gemischten Gruppen. Für die Nicht-Sehbehinderten biete sich dabei ein neues Eintauchen in die Kultur: In der Alhambra im spanischen Granada hat der Organisator die Sondergenehmigung, hinter die Absperrungen zu gehen und die Mosaiken zu befühlen, es werden Olivenölproben getestet, Sänger treten auf und bei Wanderungen wird die Route mithilfe von topographischen 3 D- Modellen der Berge nachempfunden.

„Wir haben bereits zwischen 200 und 300 Besucher gezählt am Samstagnachmittag“, sagte Matthias Pätzold, einer der Veranstalter von DRP-Kulturtours, am Sonntag erwarte man noch mehr Reiselustige. Das ausführliche Rahmenprogramm bot dem Besucher die Chance, sich nicht nur an den Ständen, sondern auch durch Vorträge zu informieren.

So bewarb etwa Schlienz-Tours Rundreisen durch Spanien mit dem komfortablen Bus. Durch die langfristige Planung und Vorreservierung des Veranstalters könne man vielbesuchte Attraktionen wie die Sagrada Familia und die Alhambra unkompliziert besuchen: „Privat hat man fast keine Chance reinzukommen“, so die Referentin.

Das Publikum von Kulturreisen sei daran interessiert, mehr von Land und Kultur zu erfahren und zu lernen, weiß Veranstalter Pätzold. Ein Großteil der Buchungen gehe auf Personen ab 50 plus zurück. Kundschaft, die Wert auf entspanntes Reisen mit verschiedenen Annehmlichkeiten lege und weniger auf Actionausflüge.

Wichtiges Element sei auf den Reisen der Kontakt zu Einheimischen und Kontaktpersonen vor Ort, ein einfaches „Durchführen“ durch Stadt und Landschaft genüge nicht. Darauf setzt auch der Veranstalter Tanuga Safaris, der mit Tansania das am weitesten entfernte Reiseziel auf dieser Messe anbietet. Mit gut vernetzten Kontakten vor Ort wird die Region erkundet – alles sei authentisch und ungestellt, wie man am Infostand betont.

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