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Kritik: Kampfrichter unzuverlässig

Bei der jüngsten Versammlung des Leichtathletikkreises Ludwigsburg in Markgröningen sparte Kreisvorsitzende Rose Müller nicht an Kritik: Kampfrichter seien unzuverlässig, viele ehrenamtliche Stellen im Kreis seien unbesetzt.

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Die Vorsitzende des Leichtathletikkreises Ludwigsburg, Rose Müller, blickt besorgt in die Zukunft, denn es fehlt sowohl an der Unterstützung in der Kreisarbeit als auch an zuverlässigen Kampfrichtern. Dies wurde bei der Jahreshauptversammlung in Markgröningen bekannt. Deshalb forderte sie alle etwa 8500 Vereinsmitglieder des Kreises dazu auf, Vorschläge zur Besetzung vakanter Posten abzugeben. Nach Aussage Rose Müllers sind diejenigen, die sich engagieren, eher im Ortsverein und nicht auf Kreisebene tätig. Da die Arbeit für den Kreisverband eine zusätzliche Belastung für die einzelnen Mitglieder sei, werde es immer schwieriger, ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden. Gesucht würden aktuell unter anderem ein Sportwart, ein Koordinator für die Kinderleichtathletik, ein Schriftführer, ein Betreuer des Auswertungsprogramms und eine helfende Hand bei der Terminplanung.

Ungeachtet der vielen unbesetzten Stellen stachen die Vereine im Kreis einmal mehr durch ihr Wirken hervor. So fanden 2015 acht Kreismeisterschaften, zwei Kinderleichtathletik-Wettkämpfe und eine Regionalmeisterschaft statt, hieß es bei der Versammlung. Wichtig sei dabei die Verlässlichkeit der Kampfrichter, denn ohne sie gehe nichts, so Rose Müller. Für die Kampfrichterwarte sei dabei vor allem entscheidend, dass die getroffenen Absprachen verbindlich seien. "Der Großteil ist sehr zuverlässig, einige sagen aber auch sehr kurzfristig ab", bemängelt Müller auf Nachfragen. Kritisch seien nicht die krankheitsbedingten, sondern die selbst verschuldeten Ausfälle, die etwa mit dem Geburtstag der Oma begründet würden. Wettkämpfe seien wegen dieser Problematik indes noch nicht ausgefallen. "Es funktioniert irgendwie immer, geht aber zulasten Einzelner."

Nicht nur Negatives, sondern auch Positives hatte die Kreisvorsitzende zu berichten. Drei Athleten aus dem Kreis waren auch international aktiv: Tamara Schaßberger trat bei der Jugend-WM in Cali im Stabhochsprung an und kämpfte sich bis ins Finale, Henrik Hannemann wurde bei der U-20-EM in Eskilstuna über 110 Meter Hürden Dritter, und internationale Erfahrung sammelte Hochspringer David Nopper bei der U-23-EM in Tallinn.

Darüber hinaus bekamen die Anwesenden am Ende noch Infos zum Projekt "Schulzeitstreckung Ludwigsburger Modell". Hierbei handelt es sich um eine Verlängerung der Schulzeit in der Mittelstufe um ein Jahr, sodass die jungen Sportler auch morgens ein Trainingsfenster in ihrem Stundenplan verankert haben. Das Otto-Hahn-Gymnasium etwa biete diese Möglichkeiten für Tänzer, Basketballer, Tennisspieler und Leichtathleten an. So profitierten nicht nur die Athleten, auch die Vereine und Verbände hätten eine Sorge weniger. Dem Nachwuchs werde dadurch die Möglichkeit gegeben, sich kontinuierlich aufs Training zu konzentrieren.

Hierarchie der Vereine

Struktur Leichtatlethik-Vereine aus unterschiedlichen Ortschaften sind in Leichtathletikkreisen zusammengeschlossen. Auch auf dieser Ebene arbeiten Vereinsmitglieder ehrenamtlich, um die Aufgaben der Leichathletikkreise zu bewältigen. Die verschiedenen Kreise formen dann Landesverbände, welche stark an die Bundesländer angelehnt sind. Der Deutsche Leichtathletik-Verband setzt sich schließlich als übergeordnetes Bundesorgan aus den verschiedenen Landesleichtathletik-Verbänden zusammen.

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