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Kreissparkasse informiert Flüchtlinge rund ums Thema Banking

Arabisch sprechende Bankmitarbeiter zeigen Flüchtlingen in Bietigheim, wie sie mit einer Kontokarte umgehen und wie sie bargeldlos damit einkaufen können

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Kevork Melediam (rechts) und Feras Abu Haasan von der KSK bei der Infoveranstaltung in einer Flüchtlingsunterkunft.  Foto: 

In der Gemeinschaftsunterkunft in der Gustav-Rau-Straße 21 in Bietigheim weihten Mitarbeiter der Kreissparkasse Ludwigsburg gestern Flüchtlinge in die Grundlagen des Finanzwesens ein. Der Flüchtlingsarbeitskreis der Bank ging damit zum zweiten Mal direkt in eine Flüchtlingunterkunft, um den Bewohnern zu zeigen, wie sie mit der Bankkarte Geld abheben und wie sie bargeldlos bezahlen können.

Rund 120 Flüchtlinge leben derzeit in der Gemeinschaftsunterkunft in der Gustav-Rau-Straße. Um sie fit zu machen im Umgang mit dem bargeldlosen Zahlungsverkehr startete die Kreissparkasse Ludwigsburg jetzt ein Pilotprojekt. In einer kurzen einfach gehaltenen Multivisionsschau kombiniert mit einem kurzen Vortrag lernten Flüchtlinge, den Vorteil einer Bankkarte kennen.

Sprachlich bauten zwei Mitarbeiter der Bank eine Brücke zu den Bewohnern der Unterkunft. Referent Kevork Melediam ist selbst erst vor zwei Jahren nach Ludwigsburg gekommen, nachdem er aus seiner syrischen Heimat geflüchtet war. „Er hat zunächst bei uns ein Praktikum im IT-Bereich gemacht und dabei fiel auf, wie schnell und wissbegierig er Deutsch lernte“, erklärt Sparkassen-Sprecher Martin Lober. Die erste Aktion dieser Art in Ludwigsburg in einer Unterkunft im Römerhügelweg sei sehr erfolgreich gewesen und das Interesse groß.

Auch in Bietigheim nutzten viele Flüchtlinge die Gelegenheit, um Fragen zu stellen. Unterstützt wurde der Referent durch seinen Kollegen Feras Abu Hassan. „Unser Arbeitskreis Asyl hat parallel dazu einen Film, der einfach erklärt, wie man in Deutschland bargeldlos bezahlen kann, ins Internet gestellt und Informationsbroschüren in Englisch, Französisch und Arabisch drucken lassen“, so Lober. Analog zu den positiven Erfahrungen, die das Unternehmen mit Kervok Melediam gemacht hat, öffnete sich die Tür zu den Asylbewerberwohnheimen. Nachdem die Resonanz bei zwei Besuchen  so positiv verlaufen ist, will die Bank weitere Flüchtlingsheime mit derselben Absicht besuchen.

Daniela Lankau, Sozialarbeiterin in der Gemeinschaftsunterkunft, ist froh über diese Unterstützung. „Ich helfe Flüchtlingen gern beim Ausfüllen ihrer Anträge, aber bei Finanzdingen ist es gut, das abgeben zu können.“

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