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Kein zweites Windrad

Nichts wird im Landkreis so sehr mit der Energiewende verknüpft wie das Ingersheimer Windrad. Ein zweites wird es wohl nicht geben.

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  • Das Ingersheim Windrad gilt als ein weit sichtbares Zeichen für die Energiewende. Nachdem die Region nur eine begrenzte Anzahl von Vorranggebieten ausgewiesen hat, wird es in Ingersheim keine zweite Anlage geben. 1/2
    Das Ingersheim Windrad gilt als ein weit sichtbares Zeichen für die Energiewende. Nachdem die Region nur eine begrenzte Anzahl von Vorranggebieten ausgewiesen hat, wird es in Ingersheim keine zweite Anlage geben. Foto: 
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Wer etwas über die Motivation der Windradbetreiber, die Energiegenossenschaft Ingersheim und Umgebung eG, erfahren will, muss nur in die Informationen für einen Betritt in die Genossenschaft schauen. "Wir wollen gemeinsam mit erneuerbaren Energien etwas unternehmen, weil wir für kommende Generationen und die Umwelt Verantwortung tragen", heißt es dort an erster Stelle.

Von Anfang an, das Windrad ging im April 2012 in Betrieb, stand die Gemeindeverwaltung hinter der Genossenschaft. Für Bürgermeister Volker Godel ist das Windrad mit 138 Metern Nabenhöhe nicht nur die größte Einzelanlage in der Region, sondern nach wie vor ein weit sichtbares Zeichen für die Energiewende - und bislang ein Alleinstellungsmerkmal der Gemeinde Ingersheim. Dennoch: Ein zweites wird es nicht geben.

Obwohl die Landesregierung die Windkraft weiterhin forciert, hat die Regionalversammlung den Ingersheimern einen Strich durch die Rechnung gemacht. So können in der Region auf 41 sogenannten Vorrangflächen Windräder gebaut werden, aber nicht in Ingersheim. Die Hinderungsgründe wurden in Konfliktfeldern zusammengefasst: Flugsicherung, Wetter und Landschaftsschutzgebiet. Hinzu kamen noch zu geringe Winde.

Dabei hatte man für eine zweite Anlage eine Fläche am Saalenwald im Blick, was sogleich den Protest der Hessigheimer hervorrief. Die hätten nämlich von ihrem Ort aus das neue Windrad hoch über dem Wald ständig im Blick gehabt.

Ein zweites Windrad wäre jetzt nur noch über eine Einzelgenehmigung möglich, mit all ihren Umwägbarkeiten, so Godel. Die Gemeinde werde eine weitere Anlage - ohne die Unterstützung der Region - deshalb nicht weiterverfolgen und der Bürgermeister glaubt auch nicht, dass die Energiegenossenschaft einen solchen Weg beschreiten werde. "Kein Vorranggebiet heißt kein Planungsrecht", so Volker Godel kurz und bündig.

Über die Wirtschaftlichkeit der bestehenden Anlage hat sich Dieter Hallmann, Vorsitzender der Energiegenossenschaft, erst kürzlich gegenüber der BZ positiv geäußert. Seit 2012 wurden zwölf Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt, obwohl die Jahre 2013 und 2014 etwas windschwach waren. Wie geplant, konnten auch alle Rückzahlungen und Darlehenstilgungen für die Anlage geleistet werden. Es wurde in allen Betriebsjahren Gewerbesteuer abgeführt und eine Dividende an die Mitglieder ausbezahlt. 2015 sei wiederum ein gutes Windjahr gewesen und mit 900 000 Kilowattstunden produzierter Leistung im Januar und Februar habe 2016 einen guten Start hingelegt.

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