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Jetzt geht's los mit der Briefwahl: Wahlschein per Post offenbar immer beliebter

Die Briefwahl läuft an. In den nächsten Tagen werden in zahlreichen Gemeinden die dafür benötigten Daten zur Landtagswahl verschickt. In Bönnigheim sind die ersten Briefwahlanträge schon da.

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Am Montag ging es los: vom 8. Februar an konnten die Bürger ihre Briefwahlunterlagen für die Landtagswahl bei ihren jeweiligen Heimatorten bestellen. Auch auf der Internetseite der Stadt Bietigheim-Bissingen war am Morgen der Hinweis zu finden - doch spätestens beim zweiten Klick war Ende. Denn für die Beantragung des Wahlscheins war unter anderem sowohl die Wahlbezirksnummer als auch die Wählernummer notwendig - beides aber erfährt erst, wer die Wahlbenachrichtigung im Briefkasten hat. Bei der Stadt war das unbekannt - für die ganz Eiligen gibt es dennoch keinen Grund zur Sorge: "Man kann die Unterlagen auch mit einer einfachen E-Mail an buergeramt@bietigheim-bissingen oder per Fax an (07142) 7 48 09 beantragen", sagt Stadtsprecherin Anette Hochmuth. Diese Möglichkeiten habe die Stadt schon immer geboten - und das werde auch genutzt. Die Pflicht zum Hinweis und die Versendung der Briefwahlunterlagen, die erst Ende dieser Woche für die Bietigheim-Bissinger beginnen soll, sei dagegen Sache des kommunalen Dienstleistungszentrums.

In Bönnigheim sind bereits die ersten Unterlagen für die Landtagswahl eingetrudelt: Ungefähr 50 Anträge für die Briefwahl liegen im Rathaus vor, berichtet Ordnungsamtsleiter Timo Steinhilper. Wie andere befragte Zuständige in den Verwaltungshäusern des Landkreises sieht auch er einen deutlichen Trend hin zu einem höheren Briefwahl-Anteil. "Jedes Jahr haben wir im Schnitt etwa eine Steigerung von fünf Prozent", schätzt Steinhilper. Welches Parlament gewählt wird, spiele dabei keine Rolle. Rund ein Viertel der Wahlberechtigte dürfte demnach bei der Landtagswahl im März seinen Wahlzettel per Brief abschicken.

Die Stadt Ludwigsburg versendet die Briefwahlunterlagen laut einer Mitteilung ab Donnerstag, 11. Februar. Jürgen Schindler vom Bürgeramt der Stadt, der die Wahl in Ludwigsburg organisiert, beobachtet wie Steinhilper aus Bönnigheim, dass der Anteil der Briefwähler beständig zunimmt. Im Vergleich zur letzten Landtagswahl im Jahr 2011 vermutet Schindler eine Steigerung von 20 bis 25 Prozent - sofern die Wahlbeteiligung stabil bleibe. "Wir gehen davon aus, dass die Leute unabhängig sein wollen", sagt er zur Ursache für den Trend. Sinngemäß: Die Leute wollen sich den Wahlsonntag nicht verbauen und erledigen die Wahl halt schon früher.

Wer in der Stadt Ludwigsburg bis Sonntag, 21. Februar, keine Benachrichtigung erhalten hat, aber der Ansicht ist, wahlberechtigt zu sein, kann von Montag, 22. Februar, bis Freitag, 26. Februar, beim Wahlbüro der Bürgerdienste das Wählerverzeichnis einsehen und Einspruch einlegen, teilt die Stadt mit.

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