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Jahreshauptübung der Freiwillige Feuerwehr Freiberg

Die Freiwillige Feuerwehr Freiberg ist am Freitagabend zu ihrer Jahreshauptübung ausgerückt. Zehn Jahre nach dem Feuer auf dem Bäßler-Hof übten die Brandbekämpfer mit Kollegen den Ernstfall. Fast 200 Zuschauer waren dabei.

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Zum Schauplatz ihrer turnusmäßigen Jahresübung hatte die Freiwillige Feuerwehr Freiberg den Bäßler-Hof beim Bietigheimer Forst gewählt. Sie wurde unterstützt von Kameraden aus Ludwigsburg und Benningen. Der Ort war bewusst ausgesucht worden. Exakt vor zehn Jahren war der Aussiedlerhof der Familie Bäßler nur knapp einer Katastrophe entgangen. Bei einem Großbrand war zwar die Scheune mit etlichen Traktoren und dem Mähdrescher total zerstört worden, doch Mensch und Vieh waren dank des Einsatzes von 125 Feuerwehrmännern aus Freiberg, Bietigheim-Bissingen, Benningen, Ingersheim und Ludwigsburg unverletzt, Wohnhaus und Ställe intakt geblieben. Der Schaden damals: mehr als eine halbe Million Euro. Am vergangenen Freitag gab es wieder Feueralarm vom Bäßler-Hof - doch diesmal nur zu Übungszwecken.

Freibergs Kommandant Steffen Lang hatte sich zusammen mit seinen Männern eine wirklichkeitsnahe Szenerie ausgedacht. Bei Schweißarbeiten, so das Drehbuch, entsteht im Werkstattbereich der Scheune ein Brand mit starker Rauchentwicklung. Zwei Menschen können sich dort nicht mehr in Sicherheit bringen, ebenso zwei Kinder im angrenzenden Strohlager. Der ganze Hof mit rund 250 Tieren - davon allein 125 Milchkühe - ist gefährdet. Die Feuerwehr Freiberg rückt nach und nach mit all ihrem Gerät aus, die Nachbarn aus Benningen werden per Funk angefordert, die Ludwigsburger kommen mit ihrem großen Tanklöschfahrzeug und der Drehleiter. Alles hört auf das Kommando von Einsatzleiter Jürg Novotny von der Freiberger Feuerwehr.

Für die fast 200 Zuschauer, darunter viele Kinder, war der Einsatz natürlich ein Spektakel. Vor allem als es um die Rettung der vom Feuer Eingeschlossenen ging, die später vom DRK-Ortsverein Freiberg fachgerecht versorgt wurden. Aber auch, als drei trächtige Kühe und einige Kälbchen in Sicherheit gebracht werden mussten, wurde es spannend. Bürgermeister Dirk Schaible ("Feuerwehrmänner wissen, wo sie anpacken müssen") und sein Kämmerer Stefan Kegreiß waren unter den Beobachtern. Der Rathauschef würdigte auch die Einsatzbereitschaft seiner Feuerwehrmänner sowie die Bereitschaft der Nachbarn aus Benningen, sich an der Übung zu beteiligen. Schon Anfang des Jahres sei eine engere Zusammenarbeit der beiden Wehren beschlossen worden, berichtete Schaible. Den Aussiedlerhof nannte der Schultes einen "ganz besonderen" und deshalb guten Ort für die diesjährige Hauptübung. Unter anderem auch deshalb, weil rund 800 Meter zum nächsten Hydranten zu überwinden sind.

Für den Hausherrn Walter Bäßler war es aber auch ein ganz persönliches Anliegen, zehn Jahre nach dem Großbrand seinen Hof für die Hauptübung zur Verfügung zu stellen. Denn damals hatten die Feuerwehrkameraden durch ihren engagierten Einsatz seinen Hof gerettet und darüber hinaus in den Tagen danach zusammen mit zahlreichen anderen Helfern bei den Aufräumarbeiten geholfen. Deshalb lud er nach der erfolgreichen Übung auch alle Beteiligten zu einem Vesper ins Freiberger Feuerwehrhaus ein. Auch die Zuschauer hatten ihren Spaß, weil die ganze Zeit über die Milchbar des Bäßler-Hofs geöffnet war, die Kinder Kälbchen streicheln durften und ganz mutige unter ihnen den Hof von der Drehleiter aus der Vogelperspektive betrachten durften.

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