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IHK verstärkt Bemühungen um Integration

Die IHK Region Stuttgart will ihr Engagement bei der Integration von Flüchtlingen ausbauen. Mit fünf neuen Vollzeitstellen sollen Beratung und Vermittlung von Flüchtlingen in eine berufliche Ausbildung intensiviert werden.

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Viele Wirtschaftsbetriebe in der Region sind durchaus bereit, Asylsuchende in ihren Betrieben zu beschäftigen. Beklagt werden aber unter anderem bürokratische Hürden, auch die Sprachbarriere spielt eine Rolle. Bei der Überwindung der Hürden will nun die IHK Region Stuttgart verstärkt helfen. Mit drei zusätzlichen "Kümmerern", finanziert vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg, sowie zwei weiteren Fachkräften verstärkt die IHK ihre bereits bestehende Koordinierungsstelle Ausbildung und Migration ("KAUSA"), ein Förderprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Bislang sind dort laut einer Mitteilung zwei Mitarbeiter tätig, die junge Menschen ebenso wie Unternehmer mit Migrationshintergrund beraten. Darüber hinaus erhalten Unternehmen, die Flüchtlinge beschäftigen oder dies planen, mit einem neuen Arbeitskreis eine Plattform zum Erfahrungsaustausch.

Angesichts der zunehmenden Fachkräfteengpässe eröffne die Ausbildung von Flüchtlingen den Unternehmen zusätzliche Chancen auf qualifizierten Nachwuchs, erklärte Hauptgeschäftsführer Andreas Richter. Viele Unternehmen engagierten sich aber auch aus sozialen Motiven und wollten die Integration der geflüchteten Menschen mit einer Beschäftigung fördern.

Die "KAUSA"-Experten stehen als zentrale Erstanlaufstelle zum Thema Berufliche Bildung für Menschen mit Migrationshintergrund und deren potenzielle Arbeitgeber zur Verfügung. Darüber hinaus sensibilisieren sie Unternehmer dafür, Flüchtlinge in Ausbildung oder Einstiegsqualifizierungspraktika aufzunehmen und stehen den Betrieben während des gesamten Prozesses zur Seite, heißt es.

Die drei "Kümmerer" beschäftigt die IHK in ihren Bezirkskammern Böblingen, Ludwigsburg und Göppingen. Der Aufgabenschwerpunkt liegt insbesondere darauf, junge Flüchtlinge zu betreuen, mit ihnen gemeinsam einen geeigneten Start ins Arbeitsleben zu finden und sie auf ihrem Weg in und während der Ausbildung zu begleiten.

Das große Interesse der Wirtschaft an der Beschäftigung und Ausbildung von Flüchtlingen wurde bislang in zahlreichen IHK-Veranstaltungen deutlich. Insgesamt haben sich bislang rund 500 Firmenvertreter über das Thema informiert, so die IHK.

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