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IHK fordert: E-Mobilität hinterfragen

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Es war eine bemerkenswerte Parallelität der Ereignisse. Während in Stuttgart die dreitägige Elektromobilitätsschau EVS mit 350 Ausstellern aus 53 Ländern eröffnet wurde, präsentierten die regionale Handwerkskammer und die IHK ebenfalls in Stuttgart ihre Zahlen der Herbst-Konjunktur­umfrage, verbunden mit einigen politischen Forderungen auch an die künftige Bundesregierung (die BZ berichtete). Dabei ging es erneut um Ausnahmeregelungen bei drohenden Fahrverboten, aber auch um den Ausbau der Verkehrs­infrastruktur und um die Elektromobilität selbst.

Auch wenn letztere gerade mit erhöhtem Tempo vorangetrieben wird, Ladetechnik ein Schwerpunktthema auf der Stuttgarter Messe war, die deutschen Autobauer sich zudem beim Ausbau der Ladeinfrastruktur einig sind und auch die EnBW mit Wucht in das Thema einsteigt, lässt sich  die IHK in der Region ganz offensichtlich nicht von der allgemeinen Elektromobilitäts-Euphorie anstecken.

Im Gegenteil: In einer gemeinsamen Erklärung zu den politischen Forderungen der Kammern plädiert die IHK Region Stuttgart dafür, „stärker als bisher zu hinterfragen, ob Elektromobilität die ideale Lösung für die bestehenden Klimaprobleme ist“. Mit der Elektromobilität ließen sich auf lokaler Ebene Emissionen senken. Global gesehen sei dies aber nicht der Fall, so die Wirtschaftskammer.

Außerdem fehlten Grundvoraussetzungen für Elektromobilität wie Infrastrukturmaßnahmen bei Energieversorgung und Ladestationen sowie Mobilitätskonzepte. Um diese zu entwickeln, brauche es Zeit, heißt es in der Erklärung. Beide Kammern mahnen an, dass eine „sukzessive Einführung der Elektromobilität“ nur Hand in Hand mit Herstellern, Zulieferern, betroffenen Dienstleistern und Handwerksbetrieben erfolgen könne.

Industrie bremst

Auch die Automobilindustrie sieht einen eher langsamen Umstieg auf die E-Mobilität. Mercedes etwa kalkuliert wie berichtet den Anteil an E-Autos im Jahr 2025 auf 25 Prozent. Zweifel daran, dass der Umstieg auf Elektromotoren kommen muss, hat hingegen die europäische E-Mobilitätsvereinigung nicht, wie aus deren Stuttgarter Erklärung hervorgeht. Danach stellt sich lediglich noch die Frage, wie schnell die Elektrifizierung umgesetzt werde.

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