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Große Freude über die ersehnte Einweihung

Schon vor über 20 Jahren gab es erste Überlegungen in Reihen des Vaihinger Gemeinderats über einen Neubau des städtischen Bauhofs. Am vergangenen Freitag konnte dieser endlich feierlich eingeweiht werden. Die Erleichterung war überall groß.

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Der neue Bauhof in Vaihingen ist am Freitagnachmittag eingeweiht worden.  Foto: 

Mit einem Schiff, das 75 Meter lang und 23 Meter breit ist, einen Tiefgang von knapp vier Metern und eine Kommandobrücke in zwölf Metern Höhe hat, verglich Architekt Christoph Hüttel den neuen Baubetriebshof an der Friedrich-Kraut-Straße in Vaihingen bei seiner Einweihung am Freitag. Der Weg zu diesem modernen Bauwerk aus Beton, Stahl und Glas mit seinen hellen und freundlichen Farben war jedoch steinig und mit einigen Hindernissen versehen. "Es war keine leichte Aufgabe, die im Wettbewerb zu meistern war. Gut 6000 Quadratmeter Nutzfläche mussten in zwei Bauabschnitten untergebracht werden. Davon der erste Bauabschnitt unter Erhalt des bestehenden Technischen Rathauses. An eine klassische Organisation eines Bauhofs war nicht zu denken, dazu war das zur Verfügung stehende Grundstück zu klein und die Anforderungen an die direkte Nachbarschaft zu hoch", erinnerte sich Planer Hüttel, der, obwohl das Grundstück nicht ideal war, einen attraktiven Stadteingang schaffen und das lärmintensive Bauhofgelände gegen die umliegende Wohnbebauung abschirmen musste.

Dennoch hat der Planungsentwurf seines Büros im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung die Verantwortlichen der Stadt überzeugt, sodass der Gemeinderat im Mai 2011 den endgültigen Baubeschluss fassen konnte. Der Spatenstich erfolgte schließlich knapp ein Jahr später. Veranschlagt waren damals nur rund 16 Monate Bauzeit. Daraus sind über zwei Jahre geworden, denn Verzögerungen der beauftragten Firmen sowie die lange Frostperiode im Winter 2012/2013 waren Gründe für diese unerwartet lange Bauphase. Auch die Finanzkrise und die damit zusammenhängende knappe Haushaltslage der Stadt wirkten sich auf die Realisierung aus, denn der zweite Bauabschnitt musste aufgeschoben werden. "Es hat zwar etwas länger gedauert, doch das Bauwerk ist genauso geworden, wie es letztendlich geplant und beschlossen wurde. Deshalb besteht am heutigen Tage kein Grund zum Jammern oder zum Klagen", betonte Architekt Hüttel. Diesen Worten schloss sich Oberbürgermeister Gerd Maisch gern an, der sich nach eigener Aussage riesig über die Fertigstellung freute.

Das Gebäude kann sich sehen lassen. Auf den 2390 Quadratmetern Nutzfläche des ersten Bauabschnitts ist im Untergeschoss eine Tiefgarage mit 25 Stellplätzen angesiedelt. Im Erdgeschoss befinden sich Zentrallager, Werkstätten sowie Sanitär- und Umkleideräume mit Schmutzschleuse nach außen. "Die Bauhofverwaltung und der Aufenthaltsraum sind in den beiden oberen Geschossen untergebracht. Als zweigeschossiger Aufsatz markiert dieser Bauteil den Ortseingang und bildet den städtebaulichen Auftakt zur Kernstadt. Aus dem überragenden Bauteil hat die Bauhofleitung beste Sicht auf das Geschehen im Bauhof", erläuterte Planer Hüttel, der Oberbürgermeister Maisch nicht nur offiziell den Schlüssel für das neue Gebäude übergab, sondern auch einen Scheck über 2000 Euro zur freien Verfügung und zu Gunsten aller Bauhofmitarbeiter. "Jetzt nun endlich kann der Dampfer volle Fahrt aufnehmen und seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen", sagte Hüttel zum Abschluss seiner Rede. An die verbleibenden Mitarbeiter im gegenüberliegenden Technischen Rathaus richtete er den Trost, dass sie den besten Blick auf das neue Gebäude hätten. Der erste Bauabschnitt hat rund 6,15 Millionen Euro gekostet. Durch die damit verbundene Auflösung der Außenstellen in den Stadtteilen sollen die Arbeitsabläufe im Vaihinger Baubetriebshof effizienter werden.

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