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Gemeinsam für Meike und gegen den Krebs - Leukämiekranke braucht Spender

Meike Kilp aus Untermberg ist 15 und hat Leukämie. Um zu überleben, braucht sie einen Stammzellenspender. Schulkameraden und Eltern haben eine Registrierungsaktion in Vaihingen auf die Beine gestellt. Unterstützt wird sie von den beiden Oberbürgermeistern.

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  • Meikes Mitschüler aus der zehnten Klasse aus der Vaihinger Waldorfschule wollen einen Stammzellenspender finden. Unterstützt werden sie von der Schulleitung, von Eltern, zwei Oberbürgermeistern und vielen anderen Helfern. 1/2
    Meikes Mitschüler aus der zehnten Klasse aus der Vaihinger Waldorfschule wollen einen Stammzellenspender finden. Unterstützt werden sie von der Schulleitung, von Eltern, zwei Oberbürgermeistern und vielen anderen Helfern. Foto: 
  • Die 15-jährige Meike Kilp aus Untermberg hat Leukämie. Fotografiert wurde sie im Februar im Olgahospital Stuttgart. 2/2
    Die 15-jährige Meike Kilp aus Untermberg hat Leukämie. Fotografiert wurde sie im Februar im Olgahospital Stuttgart. Foto: 
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Während Peter Valet, der Leiter der Waldorfschule Vaihingen, versucht, Optimismus zu verbreiten, fällt es einigen Zehntklässlern schwer, ihre Tränen zurückzuhalten. Ihre Mitschülerin Meike Kilp ist schwer krank. Zum zweiten Mal nach 2014 ist bei dem 15-jährigen Mädchen aus Bietigheim-Bissingen Leukämie festgestellt worden. Blutkrebs. "Chemo- und Strahlentherapie helfen nicht mehr", sagt Sabrina Krüger von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS), die sich mit Meikes Fall auseinandergesetzt hat. Die junge Patientin braucht eine Stammzellentransplantation. Ihr genetischer Zwilling, dessen Gewebemerkmale passen, ist indes noch nicht gefunden worden.

Krüger ist an diesem Freitag als Teamleiterin Spenderneugewinnung nach Vaihingen gekommen, um gemeinsam mit den Waldorfschülern, deren Eltern und Lehrern dafür zu werben, dass sich möglichst viele Menschen als potenzielle Stammzellenspender typisieren lassen - "für Meike und für andere", sagt der Vaihinger Oberbürgermeister Gerd Maisch. Er und sein Amtskollege aus Bietigheim-Bissingen, Jürgen Kessing, unterstützen die große Registrierungsaktion, die Meikes Freunde in kürzester Zeit ins Leben gerufen haben, als Schirmherren. "Ein großer Kreis, der schaffen will, was ein einzelner nicht schafft", fasst es der Rektor zusammen. Seit Sonntag ist eine Homepage online, die Eltern gestaltet haben. Sich als potenzielle Spender registrieren dürfen Meikes Mitschüler nicht, sie sind zu jung. Stattdessen wollen sie für die Aktion trommeln und Spenden akquirieren.

Info
Die Registrierungsaktion ist am Sonntag, 20. März, von elf bis 16 Uhr in der Waldorfschule Vaihingen. Mehr Infos über Meike und das Spendenkonto findet man online.

Leukämie: Zahlen und Fakten der DKMS

Erkrankungen Laut Sara Pichireddou, einer Sprecherin der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS), erkrankt alle 16 Minuten in Deutschland ein Mensch an Blutkrebs. Die Zahl sei stabil, doch durch mehr öffentlichkeitswirksame Aktionen entstehe der Eindruck, dass sie steige.

Registrierungen Die Öffentlichkeitsarbeit trägt Früchte: In Deutschland sind nach Informationen der Sprecherin 4,4 Millionen Menschen bei der DKMS registriert, sechs Millionen weltweit, "wir verzeichnen stetig steigende Registrierungszahlen". Die DKMS gibt es seit 1991. Seither wurden mehr als 540.200 Transplantationen in die Wege geleitet. In diesem Jahr fanden laut Sara Pichireddou bereits 553 Transplantationen weltweit statt, 419 in Deutschland (Stand: Ende Januar). Registrieren lassen können sich Gesunde zwischen 17 und 55 Jahren. Eine Typisierung kostet die DKMS 40 Euro. Sie finanziert sich aus Spenden.

Methode Bei der Registrierungsaktion werden fünf Milliliter Blut entnommen, zudem muss man einen Fragebogen ausfüllen. Die falsche Vorstellung, dass bei der Spende Zellen aus der Wirbelsäule entnommen würden, sei bis heute weit verbreitet, erklärt DKMS-Mitarbeiterin Sabrina Krüger. Tatsächlich werde in 80 Prozent aller Fälle nach einer Medikamenteneinnahme nur Blut entnommen, in 20 Prozent aller Fälle werde unter Narkose der Beckenknochen punktiert. 20 Prozent aller Erkrankten finden keinen geeigneten Spender, so Krüger.

 

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