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Flüchtlingsheim mit viel Platz

Dem Bauvorhaben steht nun nichts mehr im Wege: Bei zwei Gegenstimmen erteilte der Gemeinderat sein Einvernehmen zum Bau einer Wohnanlage für 80 Flüchtlinge in der Löchgauer Straße 9.

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Das Landratsamt will auf dem Gelände zwischen der Löchgauer Straße und dem künftigen Erligheimer Pflegeheim eine Flüchtlingsunterkunft mit Platz für 80 Asylbewerber bauen. Der Gemeinderat stimmte mehrheitlich den Planungen zu.  Foto: 

Man habe das Thema bereits im Gremium beraten und eine Vereinbarung mit dem Landratsamt geschlossen, erklärte Bürgermeister Rainer Schäuffele in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend. Nun werde das Baugesuch des Landratsamts erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, bevor am 6. April eine Einwohnerversammlung in der August-Holder-Halle stattfindet. Dort gebe es eine breite Öffentlichkeit, wo alles diskutiert werden könne.

Errichtet wird nach dem Baugesuch eine Wohnanlage in Modulbauweise, ähnlich wie sie auch in Besigheim gebaut wird. Auf dem 2000 Quadratmeter großen Grundstück soll eine Wohnanlage mit Wohn-, Sozial- und Technikeinheiten entstehen, das sich in die Umgebungsbebauung einfügt. Acht mal 43 Meter groß wird das zweigeschossige Gebäude, die im Erdgeschoss drei Wohneinheiten à 66 Quadratmeter hat. Dazu kommt ein Gemeinschaftsraum mit 44 Quadratmeter je ein Raum für Hausmeister und Sozialarbeiter, ein Waschraum und ein Technikraum. Im Obergeschoss sind weitere fünf Wohneinheiten, in denen jeweils zehn Flüchtlinge untergebracht sind, vorgesehen. So soll insgesamt Platz für 80 Flüchtlinge für die vorläufige Unterbringung des Landkreises geschaffen werden.

Ulrich Steimer von der Liste Erligheimer Bürger verwies auf das große Grundstück, auf dem noch viel Freifläche vorhanden ist. Hier könne eine Fläche für Freizeit- und Sportaktivitäten entstehen. Auf die Frage nach Einwendungen angesprochen, sagte Bürgermeister Rainer Schäuffele, er habe nichts schriftlich bekommen, aber natürlich bereits von Nachbarn etwas gehört. Er hoffe, dass sich durch das Personal im Heim vor Ort die Situation besser gestalte als bisher.

Hinsichtlich des Brandschutzes verwies Schäuffele auf das Landratsamt als Bauherr. Er gehe davon aus, dass dieser ausreichend berücksichtigt sei, da in der Behörde genügend Experten arbeiteten. Die bisherige Umzäunung des Weges und des Grundstücks "sollte auch so bleiben", auch zum Schutz der benachbarten Grundstücke.

Beim Baubeginn gab sich der Schultes zurückhaltend. "Das Ziel war Juni, aber warten wir's mal ab", so der Erligheimer Bürgermeister nach seinen Erfahrungen mit den Verzögerungen in Besigheim. Die Maßnahme sei sinnvoll, denn dadurch komme man bei der kreisweiten Verteilung der Flüchtlinge nicht so unter Druck wie andere Kommunen.

Bei zwei Gegenstimmen wurde vom Erligheimer Gemeinderat anschließend dem Baugesuch das Einvernehmen erteilt.

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