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Festumzug: 200 Schüler und 170 Kindergartenkinder sind dabei

Eine ganze Projektwoche lang widmeten die Erst- bis Achtklässler der Schule auf dem Laiern in Kirchheim den Vorbereitungen für den großen Festumzug am Wochenende. In der Neckargemeinde wird das 100-jährige Bestehen des Musikvereins gefeiert.

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In der Schule auf dem Laiern werden im Rahmen einer Projektwoche unter anderem Kostüme für den Festumzug genäht.  Foto: 

Der Musikverein Harmonie Kirchheim wird 100 Jahre alt. Das will entsprechend gefeiert werden im Ort. Schüler und Kindergartenkinder sollen beim Festumzug dabei sein und wagen anschließend ein Hip Hop-Tänzchen gemeinsam auf dem Festplatz an der Alten Turnhalle. Im Ort bündeln sich bei den Vorbereitungen alle Kräfte. Man hat schließlich ein gemeinsames Projekt.

Im Schulhof der Grund-, Haupt- und Werkrealschule auf dem Laiern wimmelt es vor Kindern wie an jedem Tag in der großen Pause. Der große Unterschied: Am Dienstagmorgen können es viele Schüler kaum erwarten, dass hier endlich gemeinsam ein Tanz einstudiert wird. Die Kooperation zwischen Kindergärten, "Kinderhaus Klecks" und Schule soll dabei wieder einmal zum Tragen kommen. Die Choreografie des Tanzes ist so konzipiert, dass möglichst alle mitmachen können, auch die rund 170 Vorschüler und größeren Kinder im evangelischen und im katholischen Kindergarten von Kirchheim.

Am Dienstagmorgen sind rund 70 kleine Leute vom Kinderhaus Klecks mit ihren Erziehern zum Schulhof marschiert, denn auch sie sind am Sonntag beim Festumzug mit anschließender Tanzgymnastik dabei. "Wir kommen heute erst mal zum Schnuppern, schauen uns das Ganze mal an", lässt Christiane Rathgeb, Erzieherin im Kinderhaus Klecks wissen. "Geübt wird dann später im Kinderhaus."

Einen ersten Probedurchlauf will Lehrerin Brigitte Lück auch mit den Kleinsten schon mal wagen. Mit dem Mikrophon ausgerüstet, bündelt sie die Kräfte. Bald schon fliegen Arme gleichzeitig in die Höhe. Schrittfolgen werden erkennbar. Wie gut, dass es einige tanzbegeisterte Mädchen der höheren Klassen gibt. Die stehen vorne, haben den entsprechenden Hüftschwung drauf und helfen den Kleinen gern weiter. Zu dritt stehen Vortänzer auf zusammengeschobenen Tischen. Rebecca Linder, neun Jahre aus Kirchheim, und Ronja Bäzner, elf Jahre, machen ihre Sache gut. "Wir treffen uns auch bei mir zuhause und denken uns coole Tänze aus", verrät Ronja Bäzner. Beide zählen konzentriert vor sich hin. "Rausfliegen geht nicht", weiß Ronja Bäzner. "Sonst fliegen alle Grundschüler auch mit raus."

Ins Tanzgeschehen am Jubiläum sind alle Erst- bis Fünftklässler fest eingebunden. "Die Kleinen haben Schulpflicht, auch wenn es Sonntag ist. Die Größeren, vor allen die Schüler in den letzten Klassen, können wir nicht mehr für so etwas verpflichten, weil viele bald Prüfungen haben", erklärt Brigitte Lück.

In den einzelnen Klassenzimmern wird während der ganzen Projektwoche fürs Jubiläum des Musikvereins genäht, vieles geprobt, gebastelt und gestaltet. Auch so manche Mama sitzt mit im Boot, wie etwa Silvia Lansche oder Katja Baumgärtner. Beide nähen konzentriert an 20 mittelalterlichen Kostümen für die Viertklässler. Nebenan studiert Pädagogin Heide Mohrhard mit Fünftklässlern eine Sequenz an den selbstgemachten Trommeln ein. "Man nehme zwei Stäbe und einen Eimer, und schon kann es losgehen", weiß Ioanna Topalidou. Die Elfjährige hat ein gutes Rhythmusgefühl und gibt deshalb den Ton in der Gruppe an. Seit Tagen wird geprobt. "Täglich wird es etwas besser", lässt Ioanna wissen.

Seit einer Woche schon macht sich gespannte Erwartung in der Schule breit. Brigitte Lück hat die Organisation deshalb übernommen, weil sie als Ortsansässige das Vereinsleben kennt. Und auch logistisch gab es einiges zu organisieren, schließlich sollen "die Kinder nach dem Umzug wieder wohlbehalten den Eltern übergeben werden", so ihr Credo. 200 Schüler sind allein von der Schule auf dem Laiern beteiligt. Dazu kommen 170 "Große und Mittlere" aus den Kindertagesstätten. Jede Gruppe stellt sich im Umzug ein eigenes Motto und will entsprechend kostümiert werden.

Die Erstklässler mischen sich als Roboter ins Geschehen, die Zweitklässler entschieden sich wohl für Spanien und "machen etwas mit Indianern", so Brigitte Lück. Die Drittklässler haben sich für ihr Motto "Flower-Power" entschieden und bemalten am Dienstag ihre T-Shirts dafür selbst. "Am Freitag soll es auf dem Schulhof einen Probeumzug geben, denn viele wissen ja noch gar nicht, wie man sich bei einem Anlass wie diesem bewegt", schmunzelt Brigitte Lück.

Nach dem Umzug soll das Fest am Sonntag auf keinen Fall schon wieder vorbei sein, kündigt die Lehrkraft an. Dann geht das Geschehen in einen Kindertag über mit einem Geschicklichkeitsparcours, bei dem sich vieles um Instrumente dreht. "Schließlich hat ja der Musikverein einen runden Geburtstag. Das soll man in den Spielen auch merken." Deshalb dürfen, so viel sei schon verraten, Kinder und Erwachsene am Sonntag in eine offene Tuba mit Korken zielen und vieles mehr.

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