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Exhibitionist muss einsitzen

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Das Urteil über den 44-jährigen Exhibitionisten, der sich vor zahlreichen Schülerinnen in der Nähe der Carl-Schäfer-Schule herum getrieben hat (die BZ berichtete) ist gefallen. Das Ludwigsburger Strafgericht gab dem Mann neun Monate Gefängnis, denn er ist dem Richter zu gefährlich. Der Straftäter war nach Vergewaltigungen von sechs Frauen und einer Verurteilung des Landgerichts Tübingen zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden und – nach Sicherungsverwahrung erst vor etwa einem Jahr bedingt entlassen worden.

Vor Schule entblöst

Seine sechs exhibitionistischen Handlungen von Mai bis Oktober dieses Jahres hatte der Angeklagte eingeräumt, betonte aber, seine Auftritte vor den Ludwigsburger Mädchen seien „ja nicht so schlimm gewesen wie seine früheren Sexualstraftaten“. Die Hosen herunter gelassen und an seinem Geschlechtsteil manipuliert hat der Mann unter laufender Bewährung und unter Führungsaufsicht. Davon, was er in Ludwigsburg getrieben hat, wussten weder sein Therapeut, noch ein Betreuer von der Kripo noch sein Bewährungshelfer etwas. Der Mann war vor seiner Entlassung psychiatrisch begutachtet worden.

Heftige Vorstrafe

Der Richter sprach bei der Urteilsbegründung von einer „heftigen Vorstrafe“. Der 44-Jährige habe der Außenwelt sein Innenleben verborgen und ein schreckliches Doppelleben geführt. Dem Staatsanwalt drängte sich während des Prozesses der Verdacht auf, dass der Angeklagte „jedem erzählt, was er hören will“. Insgesamt gewann das Gericht den Eindruck, dass der Mann eine sozial angepasste Fassade aufgebaut habe, hinter der brutale Sexualstraftaten passierten.

Ein Beispiel einer seiner Vergewaltigungen aus dem Jahr 2002 in Tübingen wurde vor Gericht zitiert: Mit einem Klappmesser, Kabelbindern, Kondomen, Klebeband und Handschellen wartete der Mann an einem Waldrand, bis eine 23-jährige Studentin vorbei kam. Er klappte sein Messer auf, sprang die junge Frau von hinten an und warf sie auf den Waldboden. Sie wurde unter ständiger Todesangst vom Angeklagten, brutal vergewaltigt. Irgendwann gelang es der Studentin, das Messer zu greifen. Sie warf es in den Wald. Der Vergewaltiger haute ab und die junge Frau ging zur Polizei. Ein Beamter der Tübinger Kripo erkannte den Täter, der kurz zum Duschen daheim war und dann wieder zur Arbeit wollte, in seinem Auto wieder und nahm ihn fest. Die Studentin leidet nach Informationen des Gerichts noch heute noch unter den Folgen der Tat.

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