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Ein Walheimer durch und durch

Im Schatten der Bundestagswahl wird am kommenden Sonntag in Walheim darüber entschieden, wer in den nächsten acht Jahren auf dem Rathaus das Sagen hat.

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Albrecht Dautel will am Sonntag, 22. September, ein gutes Ergebnis für die Fortsetzung seiner Amtsgeschäfte im Walheimer Rathaus.  Foto: 

In gewisser Hinsicht ähnelt Albrecht Dautel seinem Vorgänger Martin Gerlach. Wie Letzterem geht es auch dem jetzigen Bürgermeister nicht nur darum, die Römergemeinde ordentlich zu verwalten. Dautel legt genauso großen Wert darauf, als einfacher Bürger am Leben der Kommune teilzuhaben. Wie seinerzeit Gerlach, der im Anschluss an seine Bürgermeisterzeit in Walheim von 2005 bis zum Sommer dieses Jahres Oberbürgermeister in Aalen war, besucht auch Dautel regelmäßig kulturelle Veranstaltungen im Ort - gerne auch mit seiner Frau Tina und seiner zweijährigen Tochter Anna. Auch Dautel, nach seiner Wahl zum Rathauschef im Jahr 2005 inzwischen zu einem Walheimer durch und durch geworden, pflegt nicht nur zu seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sondern auch zu den Bürgern seiner Gemeinde den direkten Draht. Standesdünkel liegt im fern. Anders als Gerlach, schielt Dautel indes nicht nach Höherem. Er will Bürgermeister in Walheim bleiben und kandidiert für eine zweite Amtszeit.

Vom Bönnigheimer Ordnungsamt kommend, erklomm Dautel vor acht Jahren den Sessel des Bürgermeisters. "Schon damals war die Zukunft des Alten Schulhauses ein Hauptthema"", erinnerte sich Dautel gestern im Gespräch mit der Bietigheimer, Sachsenheimer und Bönnigheimer Zeitung. Dieses Sanierungsprojekt begleitete ihn bis zum Frühjahr dieses Jahres. Eigentlich hätte es Dautel gerne gesehen, wenn das ehrwürdige Gebäude einer öffentlichen Nutzung zugeführt worden wäre. Anfangs dachte die Gemeinde daran, im Alten Schulhaus Kultur stattfinden zu lassen. Auch über eine Nutzung als Ärztehaus hätte man sich gefreut. "Es stellte sich aber leider mit der Zeit heraus, dass diese Absichten sich nicht verwirklichen ließen", bemerkte Dautel dazu. Schließlich erwarb ein Investor das Gebäude und richtete darin vier Wohnungen ein. Seit dem Frühjahr ist dieses Projekt nun abgeschlossen und nach der Einweihung des Foyers, das die Evangelische Kirche mit dem frisch sanierten Alten Schulhaus verbindet, hat das Ganze dort ein neues Aussehen bekommen.

Ein weiterer Schwerpunkt während Dautels erster Amtszeit war die Sanierung der Gemeindehalle. In den Jahren 2009 und 2010 wurde dieses Bauwerk grundlegend renoviert. Nichts geworden ist aus dem Hochwasserschutzprojekt mit Erligheim. Die Baumbach-Renaturierung will die Gemeinde dennoch weiterführen und mit der Ausgleichsmaßnahme am Neckar ist den Ingenieuren ein echter Knüller gelungen. Dort - unterhalb des Jugendhauses "Dschunke" - können Wasserfreunde nun nach Herzenslust baden und ihre Kanus zu Wasser lassen. Inständig hofft Dautel, dass die EnBW das Kohlekraftwerk am Netz lässt. "Durch eine Stilllegung wären etliche Arbeitsplätze im Ort gefährdet", meinte der 37-jährige gebürtige Meimsheimer, gegen den bei den Bürgermeisterwahlen am Sonntag als einziger Gegenkandidat Michael Eckardt von der "Nein-Idee!"-Partei antritt.

Als wichtige Vorhaben in seiner möglichen zweiten Amtszeit als Rathauschef bezeichnete Dautel unter anderem die Weiterführung der Ortskernsanierung und die Neugestaltung des Ortsgebiets, in dem sich der Bahnhof befindet. Und dann gibt es da noch den Punkt Lebensmittelversorgung im Ort. Bislang existieren in Walheim noch ein Bäcker und ein Metzger. "Wir bemühen uns derzeit, einen Netto-Markt nach Walheim zu bekommen", verriet Dautel. Am Ortseingang aus Richtung Kirchheim kommend sei dafür noch Platz, so der Bürgermeister, der die besten Chancen hat, am Sonntag wiedergewählt zu werden. Ganz besonders wünscht er sich, dass die Bürger ihren Heimatort Walheim als ein lebenswertes Fleckchen schätzen. "Da lässt sich vieles nicht monetär ausdrücken, was trotzdem von großer Bedeutung ist", meinte Dautel.

Info Die Bürgermeisterwahl findet parallel zur Bundestagswahl am Sonntag statt. Die Wahllokale im Foyer der Gemeindehalle und im Vereinszimmer sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.

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