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Ein langer Weg zum neuen Straßenbelag

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Sanierungsbedürftig: die K 1632 in Bönnigheim. Foto: Helmut Pangerl  Foto: 

Warten muss der geplante Ausbau der Kreisstraße 1632 zwischen Freudental und  Tripsdrill.“ Das berichtete die BZ im März 2012. Grund dafür war, wie die Kreisverwaltung damals im zuständigen Ausschuss bekannt gab, dass keine neuen  Straßenbaumaßnahmen in das GVFG-Förderprogramm aufgenommen worden waren. Seitdem sind fünf Jahre vergangen – doch saniert ist dieser knapp einen Kilometer lange Straßenabschnitt im Wald südlich des Erlebnisparks (der sich bereits im Kreis Heilbronn befindet) immer noch nicht. Ein Schild warnt weiter vor Straßenschäden und begrenzt die Geschwindigkeit für Autofahrer auf 50 km/h.

Wer auf der Straße täglich unterwegs ist, kann sich daher nicht so recht über die Aussage von Landesverkehrsminister Winfried  Hermann vor einer Woche freuen, wonach es in Sachen Straßen eine „Trendwende“ gebe. Durch ein von seinem Ministerium verantwortetes und von Bund und Land bezahltes Sanierungsprogramm sei der Verschlechterungsprozess bei den Straßen im Land gestoppt worden. Für die Sanierung der Landesstraßen einschließlich der Bauwerke stünden im Jahr 2017 rund 92 Millionen Euro zur Verfügung,  das seien mehr als 16 Millionen Euro mehr als im Mittel der letzten zehn Jahre. Auch der Bund gebe seit einigen Jahren deutlich mehr Geld in den Erhalt der Straßen aus.

Davon profitiert auch der Landkreis. Wie Pressesprecher Dr. Andreas Fritz auf Anfrage mitteilt, werden aus Landes- und Bundesmitteln folgende, von Hermann genannte Straßenabschnitte in Angriff genommen: die A81 von der Anschlussstelle Pleidelsheim bis Mundelsheim, die Landesstraße 1110/B27a bis zur Landesstraße 1140 bei Möglingen, die Neckarbrücke Neckarweihingen, verschiedene Landesstraßen bei Kleinglattbach und die Ortsdurchfahrt Markgröningen (Bahnhofstraße).

Abstimmung mit Gemeinde

Die Kreisstraße bei Tripsdrill ist indes nicht darunter, denn: Für ihren Bau und ihre Unterhaltung ist der Landkreis Ludwigsburg als Baulastträger zuständig. Dabei spielen auch Fördermittel eine Rolle, und daher war es aus Kreissicht eine schlechte Nachricht, als 2014 das Land den Fördersatz von 70 auf 50 Prozent senkte. Immerhin konnte der Grünen-Abgeordnete Markus Rösler dann im Februar 2016 verkünden, dass der Ausbau der K 1632 als kreisübergreifender Gemeinschaftsmaßnahme mit dem Kreis Heilbronn nun auf der Agenda stehe. Doch dann musste der Ausbau  doch wieder  verschoben werden.

Denn oft stehen nach Auskunft der Kreisverwaltung auch Eingriffe in privates Eigentum und der damit notwendige Grunderwerb, aber auch Umweltfragen einer schnellen Umsetzung im Weg.  Die Planung und die Abstimmungen zum Ausbau der K 1632 seien besonders aufwändig – der Grund für die Verzögerungen, so Pressesprecher Fritz. Er betont aber zugleich: „Das Verschieben dieser Maßnahme ist nicht repräsentativ für alle im Kreisstraßenprogramm aufgeführten Projekte.“

So ist das Vorhaben nun für dieses Jahr im Kreishaushalt, der insgesamt rund 6,2 Millionen Euro für Straßensanierungen vorsieht, vorgemerkt. Noch ist eine kleine Hürde zu nehmen. „Aktuell laufen noch Abstimmungsgespräche mit der Stadt Bönnigheim, auf deren Gemarkung sich der zu sanierende Streckenabschnitt befindet“, teilt Fritz zum momentanen Stand mit.

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