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Ecuador will duales Bildungssystem einführen und findet Vorbilder im Kreis

Seit Jahren werden in Ecuador Bemühungen unternommen, ein Berufsbildungssystem nach dem dualen System Deutschlands einzuführen. Eine Delegation informierte sich jetzt unter anderem in Bietigheim-Bissingen darüber.

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Die Delegation aus Ecuador bei ihrem Besuch im Autohaus Weller: Hans Weller (rechts) und Botschafter Jorge Enrique Jurado Mosquera (fünfter von rechts), der die Gruppe anführte.  Foto: 

Ausschlaggebend für die Entscheidung, in Ecuador das duale Bildungssystem einzuführen, sei die weltweit hoch angesehene Praxisnähe der deutschen Berufsabschlüsse, heißt es in einer Mitteilung des Vereins zur Förderung der Berufsbildung (VFB), eine Bildungseinrichtung der Bezirkskammer Ludwigsburg der Industrie- und Handelskammer( IHK).

Mit massivem Einsatz von Fördermitteln müssten nicht nur die nötigen Schulen gegründet werden, sondern auch die einheimischen Betriebe auf die Anforderungen für betriebliche Ausbildungen sensibilisiert werden.

Das Ziel bleibe dabei allerdings stets im Blick: Die Wirtschaft und die Industrie Ecuadors sollen durch die Erhöhung des Angebots an hochqualifizierten Fachkräften einen entscheidenden Schub erfahren. Das wirtschaftlich bislang stark vom Erdöl-Export abhängige Land möchte sich bereits heute auf die mittel- und langfristige Zukunft einstellen und sich als neuer starker Partner in der Weltwirtschaft etablieren, so der VFB. Auch beim Thema Klimawandel und Nachhaltigkeit stelle man den Begriff Bildung über alles.

In der Modellstadt "Yachay", übersetzt heißt sie "Stadt des Wissens", werde die Stadt der Zukunft erforscht und getestet. Diese Investition in die Zukunft ist ebenso Teil des ecuadorianischen Bildungsprogramms wie die Einführung des dualen Berufsausbildungssystems.

Zum gegenseitigen Austausch im Vorfeld des Weltsiedlungsgipfels, wurde eine Delegation von Vertretern der ecuadorianischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik hier in Baden-Württemberg empfangen. Um den Wissenstransfer in Sachen Berufsbildung zu fördern, wurde durch den Verein zur Förderung der Berufsbildung (VFB) in Ludwigsburg, das Programm um zwei Firmenbesuche in der Region ergänzt. Den Gästen wurde mit Trumpf in Ditzingen ein renommiertes Großunternehmen von internationaler Bedeutung vorgestellt. Besonders wurde vor Ort darauf eingegangen, wie Personalentwicklung effizient und fortlaufend durch alle Abteilungen zentral gesteuert werden kann. Mit der großen Breite an Ausbildungsberufen und weiterführenden Qualifikationen konnte den Gästen die Vielfältigkeit der Berufsbilder in einem modernen Industrieunternehmen veranschaulicht werden.

Als Gegenpol zum Industriebetrieb stand dann ein Besuch des Handwerksbetriebs Autohaus Weller in Bietigheim-Bissingen an. Der Delegation wurde bei einer Führung zum Thema Ausbildungsablauf deutlich, dass ein mittelständischer Betrieb mit derzeit insgesamt 20 Auszubildenden und über 200 Mitarbeitern ebenso für eine hochfundierte Aus- und Weiterbildung stehe wie Trumpf.

Zum Abschluss wurde den Gästen auch die Arbeit des VFB vorgestellt sowie unterschiedliche Möglichkeiten, die sich Absolventen einer betrieblichen Ausbildung durch eine Aufstiegsfortbildung eröffnen. Die Gäste aus Ecuador wie auch die Gastgeber waren sich am Ende des Besuches einig, das einer weiteren Zusammenarbeit nichts entgegen stehe, die Netzwerke dafür seien geknüpft.

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