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DRLG und THW leisten in Magdeburg und Wittenberg Hochwasserhilfe

Erst galt es, die Heimat vor dem Hochwasser zu schützen, nun sind Einsatzkräfte von DRLG und THW aus dem Kreis Ludwigsburg im Osten im Einsatz. In Magdeburg und Wittenberg packen sie an.

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Am Dienstagvormittag konnte Stefan Lob endlich mal durchatmen. Seit Tagen ist der Vorsitzende der DLRG im Bezirk Ludwigsburg auf den Beinen. Samstagfrüh um 1 Uhr war Lob alarmiert worden, zwei Stunden später saß er mit Kameraden aus anderen Bezirken im Auto Richtung Wittenberg. Als Mitglied der Verbandsführung koordiniert er seither in der Lutherstadt und nahegelegenen Gemeinden rund um die Uhr die Einsätze, packt aber auch selbst an. Dämme sichern, Menschen evakuieren - für Lob und seine Mitstreiter gibts allerhand zu tun, wie er erzählt, als er ein bisschen Zeit hat.

Der Ludwigsburger ist nicht der Einzige aus dem Kreis, der derzeit im Osten Hochwasserhilfe leistet. Im knapp 85 Kilometer entfernten Magdeburg ist eine fünfköpfige Bootsgruppe der DLRG stationiert, wie der Technische Leiter im Kreis, Achim Maier, bestätigt. Er selbst ist am Dienstagmorgen von seinem Einsatz dort zurückgekehrt. Als Fachberater war er Teil des Leitungsstabs und ebenfalls für die Organisation zuständig gewesen. Er weiß, was seine Truppe geleistet hat. "Es wurden Evakuierungen vorgenommen, Leute wurden gerettet oder aus ihren Häusern geholt."

Untergebracht seien die ehrenamtlichen Helfer in Magdeburg in einer Tennishalle. 300 Mann schlafen dort unter einem Dach, Tag und Nacht auf Abruf, wie Maier erzählt. Das kräftezehrende Engagement wird ihnen aber offenbar gedankt, wie wiederum Maiers Kollege Stefan Lob aus Wittenberg zu berichten weiß: "Die Bevölkerung ist total dankbar, egal, wo wir hinkommen."

Wer anpackt, muss sich auch stärken - darum kümmern sich unterdessen Mitglieder des Bietigheimer THW. Drei Kräfte der dort angesiedelten Sachgruppe "Logistik und Verpflegung" sind seit Tagen in Magdeburg, um die vielen Helfer zu versorgen. Es handle sich um speziell ausgebildete Köche, die es gewohnt seien, 200 bis 300 Leute zu bewirten, erklärt eine Sprecherin des Landesverbands in Stuttgart. Zwei weitere Bietigheimer haben sich zudem am Dienstag mit Lkws gen Osten aufgemacht. Mit Kollegen anderer Gruppen karrten sie zusammen 100.000 Sandsäcke ins Katastrophengebiet.

Achim Maier vom DLRG hat die Gefahrenzone derweil erst mal hinter sich gelassen. Am Dienstag hatte er noch mal Zeit, sich richtig auszuschlafen, bevor es wieder an die Arbeit ging. Von seinem Chef war er für den Einsatz freigestellt worden. Sein Kollege Stefan Lob wird derweil wohl noch bis Freitag in Sachsen-Anhalt bleiben. Obwohl er schon am Wochenende zuvor beim Hochwasser im Kreis Ludwigsburg gefragt gewesen war, ist aber auch am Samstag mit Ausschlafen nichts. Morgens finde eine Nachbesprechung statt, nachmittags sei eine Veranstaltung im Stuttgarter Landtag. Thema: das Ehrenamt.

Info Feuerwehrleute aus dem Kreis Ludwigsburg sind derzeit nicht auf Hochwasserhilfs-Tour. Eine Alarmierung ist aber noch möglich: Bei vier Wehren im Kreis gibts Katastrophenschutzfahrzeuge, die der Bund gestellt hat, die können samt Mannschaft abgerufen werden, erklärt Kreisbrandmeister Andy Dorroch. Der Rest müsse den Grundschutz vor Ort sicherstellen.

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