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Drei Jahre Haft für Drogeneinfuhr

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Geldsorgen, Drogenimport, Gefängnis: So war die Reihenfolge in einem Falle der gemeinschaftlichen Einfuhr einer großen Menge Amphetamin aus den Niederlanden vor dem Ludwigsburger Schöffengericht. Ursprünglich saßen vier Leute auf den Anklagestühlen. Zwei Verfahren wurden im Verlauf des mehrtägigen Prozesses aber abgetrennt.

Der Haupttäter, ein 38-jähriger Stuckateurmeister, wurde nach sieben Monaten Untersuchungshaft zu drei Jahren und zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Sein Kurier, ein 50-jähriger, ehemaliger Taxifahrer, der zur Polizei marschiert war, weil er nicht ausreichend bezahlt wurde, kam mit zwei Jahren auf Bewährung davon. Damit konnte das Urteil noch zur Bewährung ausgesetzt werden.

Beide Männer aus Ludwigsburg hatten von Januar bis Ende April dieses Jahres große Geldsorgen. Der Drogenkurier, von Beruf Taxifahrer war spielsüchtig. Im Jobcenter traf er auf den Haupttäter, der auf die Idee kam, Drogen zu kaufen und zu verkaufen. Der selber drogensüchtige Haupttäter warb den spielsüchtigen Taxifahrer für Kurierfahrten in die Niederlande an. Am 5. Januar fuhr der Kurier zum ersten Mal mit einem Mietwagen los und holte mindestens 800 Gramm Amphetamin nach Ludwigsburg. Dabei war er in Begleitung zweier weiterer Personen, die lieber mit anderen Verkehrsmitteln wieder nach Hause fuhren. Das Amphetamin wurde in der Wohnung des Kurierfahrers gelagert, wo der Hauptangeklagte extra einen Kühlschrank bereitgestellt hatte. Abverkäufe aus dieser Wohnung konnte das Gericht den beiden Männern aber nicht nachweisen.

Kurier beichtet vor der Polizei

Fest stand jedenfalls, dass beide Angeklagten am 21. Januar – wieder in einem Mietfahrzeug – erneut nach Holland fuhren, konkret nach Den Haag. Der Fahrer hatte 4000 Euro beim Spielen gewonnen und dem Hauptangeklagten außerdem 2000 Euro für einen Drogenkauf überwiesen. Das reichte zusammen mit anderem Geld für 1,5 Kilo Amphetamin, das in einem Hotelzimmer in Den Haag verteilt, vakuumiert und am Folgetag von dem Kurier nach Ludwigsburg gebracht wurde. Der Hauptangeklagte fuhr mit dem Zug heim.

Weil der Fahrer das versprochene Geld für seine Beschaffungsfahrten nicht bekam, ging er zur Polizei und legte dort eine Art Beichte ab. Heike Rommel

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