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Die Wahl der 360 000 - Zahl der Wahlberechtigten gegenüber 2011 gestiegen

Mehr als 360 000 Wahlberechtigte sind an diesem Sonntag in den Wahlkreisen Ludwigsburg, Bietigheim und Vaihingen aufgerufen, ihre Stimme für die Landtagswahl abzugeben.

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  • Stimmabgabe im Bietigheimer Rathaus bei der Landtagswahl 2011: Am Sonntag sind die Wahllokale wieder von acht bis 18 Uhr geöffnet. 4/4
    Stimmabgabe im Bietigheimer Rathaus bei der Landtagswahl 2011: Am Sonntag sind die Wahllokale wieder von acht bis 18 Uhr geöffnet. Foto: 
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An diesem Samstag setzen die Parteien zum Endspurt an, versuchen ein letztes Mal an Wahlkampfständen und bei Veranstaltungen, Wähler für sich zu gewinnen, bis sich dann am Sonntag entscheidet, wer für welche Partei aus den Wahlkreisen zwölf (Ludwigsburg), 13 (Vaihingen) und 14 (Bietigheim-Bissingen) in den Landtag von Baden-Württemberg einziehen wird.

Stimmabgabe und Stimmvergabe: Die Wahllokale sind am Sonntag von acht bis 18 Uhr geöffnet, dann wird ausgezählt. Wer sich nicht für die Briefwahl entschieden hat, sondern in "seinem" Wahllokal die Stimme abgibt, sollte seine Wahlbenachrichtigung mitbringen und sich ausweisen können. Jeder Wahlberechtigte hat eine Stimme, mit der er den Mandatsbewerber und zugleich die Partei wählt. Der Stimmkreisbewerber mit den jeweils meisten Stimmen in einem der insgesamt 70 Wahlkreise zieht direkt als Abgeordneter in den Landtag in Stuttgart ein. Daneben werden aber auch noch 50 Zweitmandate in einem komplizierten Verfahren verteilt. Berechnet werden die Zweitmandate aus Gründen der Ausgewogenheit nach dem Stimmenverhältnis der Parteien in den vier Regierungsbezirken Karlsruhe, Stuttgart, Tübingen und Freiburg. Allerdings müssen die Parteien mindestens fünf Prozent der Stimmen erreicht haben.

Ergebnisse und Wahlberechtigte: Die Ergebnisse aus den Wahlbezirken des Landkreises Ludwigsburg laufen im Kreishaus beim Kreiswahlleiter, Landrat Dr. Rainer Haas, zusammen. Dort wird gegen 18.30 Uhr am Sonntagabend mit ersten Ergebnissen gerechnet. Auf der Internetseite des Landkreises werden die einlaufenden Ergebnisse im Halbstundentakt veröffentlicht.

Insgesamt sind in drei Wahlkreisen mehr als 360 000 Einwohner ab 18 Jahren wahlberechtigt. Die meisten potenziellen Wähler leben im Wahlkreis 14. Dort, im Wahlkreis Bietigheim-Bissingen, sind rund 125 000 Wahlberechtigte registriert, im Wahlkreis Ludwigsburg sind es 124 000 und im Wahlkreis Vaihingen, zu dem auch Sachsenheim und Bönnigheim gehören, dürfen 115 000 Bürger am Sonntag zur Wahl gehen - in jedem der drei Wahlkreise sind es mehr als noch vor fünf Jahren.

Kandidaten und Stimmzettel: Die Zahl der zur Wahl stehenden Kandidaten und Parteien ist in den einzelnen Wahlkreisen unterschiedlich. Gibt es etwa auf dem Bietigheim-Bissinger Stimmzettel lediglich zehn Bewerber zur Auswahl, so sind es in Vaihingen elf und in Ludwigsburg zwölf (siehe auch Muster-Stimmzettel). In allen drei Wahlkreisen stehen Kandidaten von CDU, Grünen, SPD, FDP, Die Linke, Die Republikaner, NPD, Alfa und AfD zur Wahl. Die ÖDP tritt lediglich in den Wahlkreisen zwölf und 13 an, die Tierschutzpartei ergänzt den Stimmzettel in Vaihingen, während "Die Partei" nur in den Wahlkreisen 12 und 14 gewählt werden kann.

Von den Kandidaten, die derzeit im Stuttgarter Landtag sitzen, bewerben sich im Wahlkreis zwölf Klaus Herrmann (CDU), Jürgen Walter (Grüne) und Claus Schmiedel (SPD) erneut um ein Mandat der Wähler. Im Wahlkreis 13 sind es Konrad Epple (CDU) und Markus Rösler (Grüne). In Bietigheim-Bissingen kämpfen Daniel Renkonen (Grüne) und Thomas Reusch-Frey (SPD) um den Wiedereinzug in den Landtag.

Die Landtagswahl 2011: Die Ergebnisse der Landtagswahl 2011 lagen im Landkreis Ludwigsburg im Landestrend. Die CDU holte mit ihren Kandidaten Klaus Herrmann, Manfred Hollenbach und Konrad Epple alle drei Wahlkreise. Aber auch alle drei Kandidaten der Grünen schafften aufgrund ihres hohen Gesamt-Stimmenanteils den Einzug in das Landesparlament. Die Beteiligung am Urnengang lag im Wahlkreis Vaihingen mit fast 75 Prozent am höchsten. Aber auch Bietigheim-Bissingen kam über die 70-Prozent-Marke, Ludwigsburg blieb leicht darunter.

In allen drei Wahlkreisen musste die CDU - für sie ungewohnt - gegenüber 2006 zurückstecken. In Bietigheim verloren die christdemokratischen Bewerber rund drei Prozent, in Vaihingen waren es fast sieben Prozent. Noch dramatischer waren die Stimmenverluste bei der FDP, deren Kandidaten sich in allen drei Wahlkreisen gerade noch so über die Fünf-Prozent-Hürde retten konnten, den Einzug in den Landtag aber verpassten. Auch die SPD verlor in allen drei Wahlkreisen, wenn auch in erheblich geringerem Umfang. Der große Gewinner waren - wie landesweit - die Grünen mit traumhaften Zuwächsen. Im Wahlkreis 14 kletterten sie gegenüber der Wahl 2006 von 11,4 Prozent auf knapp 25 Prozent, im Ludwigsburger Wahlkreis legten sie rund elf Prozent zu, und in Vaihingen waren es fast 14 Prozent.

Interessant: Die extremen Lager spielten bei der durch die Natur- und Atom-Katastrophe in Japan beherrschten Wahl keine Rolle. Linke und Republikaner erzielten Ergebnisse ohne Relevanz. 2011 war die AfD noch nicht bei der Landtagswahl am Start.

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