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Der zehnte Präsident gibt sich die Ehre

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  • Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor dem Literaturmuseum der Moderne in Marbach. 1/2
    Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier vor dem Literaturmuseum der Moderne in Marbach. Foto: 
  • Der „Landsberger Poesieautomat“ von Hans Magnus Enzensberger im Foyer des Literaturmuseums. Dr. Thomas Schmidt, der künstlerische Leiter der Ausstellung, erläutert den Besuchern das Exponat. 2/2
    Der „Landsberger Poesieautomat“ von Hans Magnus Enzensberger im Foyer des Literaturmuseums. Dr. Thomas Schmidt, der künstlerische Leiter der Ausstellung, erläutert den Besuchern das Exponat. Foto: 
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Polizeihunde schnüffeln die gesamte Wiese vor dem Eingang des Deutschen Literaturarchivs in Marbach ab. Polizisten sichern jede Einfahrt um das Gebäude herum. Der Grund: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Ehefrau Elke Büdenbender statten dem Archiv in Marbach einen Besuch ab.

„Sie sind der zehnte Präsident, der uns hier die Ehre gibt“, beginnt Prof. Dr. Ulrich Raulff, Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach, seine Begrüßung. Nicht nur Steinmeiers Ehefrau begleitete den Bundespräsidenten bei seinem zweitägigen Antrittsbesuch in Baden-Württemberg, auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann und dessen Ehefrau Gerlinde Kretschmann waren mit von der Partie.

Spektakulär war die Ankunft der Politiker: Schwarze Mercedes-Limousinen wurden von sieben Polizisten auf Motorrädern angeführt. Leibwächter im klassischen schwarzen Anzug und Knopf im Ohr eskortierten die vier Gäste zum Eingang des Literaturarchivs. Marbachs Bürgermeister, Jan Trost, begleitete die Besucher ebenfalls auf der Tour durch das Magazin des Archivs sowie anschließend durch die aktuelle Ausstellung „Rilke und Russland“ im Literaturmuseum der Moderne.

Der Bundespräsident zeigt sich gut gelaunt und berichtet über seinen bisherigen Aufenthalt im Südwesten. Am Montagmorgen führte Steinmeier im Stuttgarter Landtag Gespräche mit Jugendlichen, die er in hohen Tönen lobte. Auch Montagabend finde eine weitere Diskussionsrunde mit dem Jugendrat Stuttgart statt, auf die er sich freue.

Der Bundespräsident war bereits zur Ausstellungseröffnung am 3. Mai eingeladen gewesen, konnte allerdings nach eigener Aussage aus „terminlichen Gründen“ nicht erscheinen.

Nach einer halbstündigen Führung durch das Magazin kamen die Archiv-Besucher im Foyer der Ausstellung „Rilke und Russland“ an, in der sie den „Landsberger Poesieautomaten“ von Hans Magnus Enzensberger betrachteten. Enzensbergers Fallblattschautafel generiert automatisch literarische Zeilen. Steinmeier und seine Begleiter warteten den Wechsel der sechs Zeilen Zufallspoesie ab und ließen sich im Anschluss das Porträt Rilkes von Leonid Pasternak aus dem Jahre 1928 vom künstlerischen Leiter der Ausstellung, Dr. Thomas Schmidt, erläutern. Keine 20 Minuten später war der Besuch in Marbach vorbei.

Bürger waren nur spärlich anwesend, allerdings wurde der Besuch Steinmeiers auch nur sporadisch angekündigt.

Der Bundespräsident und seine Begleiter hatten am Montagabend noch das Neue Schloss in Stuttgart sowie am Dienstagmorgen die Gewerbliche Schule Im Hoppenlau Stuttgart auf dem Programm, bevor sie ihre Reise in den Nationalpark im Schwarzwald sowie ins Daimler-Werk in Rastatt und ins dortige Bundesarchiv fortsetzen.

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