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Deponie kann in die Höhe wachsen

Die Ablagerung mineralischer Abfälle im Landkreis für die nächsten zehn Jahren ist gesichert. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat die Erhöhung der Deponie "Am Froschgraben" in Schwieberdingen genehmigt. Einsprüche gab es nicht.

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Das Regierungspräsidium hat die Pläne der AVL genehmigt. Die Deponie "Am Froschgraben" in Schwieberdingen kann um bis zu 35 Meter erhöht werden.  Foto: 

Bis zuletzt strittig war das Thema Asbest aus Italien. Privatleute, aber auch die Stadt Markgröningen, wollten im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für eine Ausweitung der Kapazität der AVL-Deponie "Am Froschgraben" in Schwieberdingen die weitere Annahme dieses Materials verhindern. Das Risiko für die Bevölkerung sei zu hoch, so ihr Argument. Beim zuständigen Regierungspräsidium Stuttgart stießen sie damit allerdings auf Granit. Die Ablagerung von Asbestabfällen gleich welcher Herkunft "entspricht voll und ganz den Anforderungen der Deponieverordnung", heißt es in der Beurteilung der Behörde. Das Wohl der Allgemeinheit sei nicht beeinträchtigt, Gefahren bestünden keine. Weil diese Abfallart nur sechs bis sieben Prozent ausmacht, seien auch die Pflichtaufgaben der AVL zur Entsorgung des Abfalls aus dem Landkreis nicht gefährdet.

Weitere Einwendungen bezüglich Grundwasserschutz, Standsicherheit und Verkehrsbelastung wurden vom Regierungspräsidium in seinem Planfeststellungsbeschluss Ende Januar ebenfalls zurückgewiesen. Nachdem die Frist für eine Anfechtung dieser Entscheidung inzwischen abgelaufen ist, ohne dass es Einsprüche gab, sei die Vergrößerung der Deponie nun rechtskräftig, verkündete Albrecht Tschackert, der Technische Leiter der AVL, am Donnerstag erfreut im Aufsichtsrat der AVL. Damit gehe eine zweijährige Planungsphase erfolgreich zu Ende.

In Schwieberdingen werden Abfälle der Deponieklasse 0 (DK 0) und 1 (DK 1) abgelagert (siehe Info-Kasten). Ohne eine Erweiterung hätte die Deponie nur noch eine Restlaufzeit von fünfeinhalb Jahren gehabt, begründete Tschackert nochmals die AVL-Pläne. Nun gewinne man eine zusätzliche Kapazität von rund drei Millionen Kubikmetern, was rund 5,79 Millionen Tonnen entspreche. Das reiche für die nächsten zehn Jahre aus.

Der Clou daran: Die Deponie "Am Froschgraben" wächst nicht in die Breite, sondern in die Höhe. Um durchschnittlich 15 Meter und maximal 35 Meter. Mehr sei rein technisch nicht möglich, versicherte Tschackert in der Sitzung. Die Schwieberdinger bräuchten also keine Angst vor einem neuen "Grünen Heiner" haben.

Im Ausschuss nahm man diesen Ausgang der Planungen zufrieden zur Kenntnis. Man gewinne neue Fläche ohne zusätzlichen Flächenverbrauch, lobte Reinhard Rosner (CDU). Die Umweltschutzbelange seien ausreichend gewürdigt worden, stellte Steffen Döttinger für die Freien Wähler fest. So erhalten die Mauereidechsen und der Steinschmätzer, ein seltener Vogel, Ersatzbiotope. Er habe auf der Deponie bei einer Besichtigung sogar ein Reh gesehen, erklärte Joachim Wirth für die SPD. Er hob besonders hervor, dass während des Planfestellungsverfahrens die Bevölkerung mitgenommen worden sei. Es sei ein Projekt "das nur Gewinner hat".

Deponien im Landkreis Ludwigsburg: Was kommt wohin?

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