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Das Salz bleibt im Lager

Der Winter ist mild: Es ist selten kalt und Schnee fällt auch keiner. Entsprechend voll sind die Salzlager der Straßenmeistereien im Kreis. Einsätze gab es bislang nur wenige.

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Dieser Winter ist bislang dermaßen mild, dass die Streusalz- oder Sole-Fahrzeuge auch im Landkreis Ludwigsburg kaum zum Einsatz gekommen sind. Dieses Archivbild zeigt ein Gefährt der Stadt Bietigheim-Bissingen in Aktion.  Foto: 

Wenn kein Schnee fällt und es selten richtig kalt wird, müssen auch die Mitarbeiter der Straßenmeistereien im Landkreis kaum ausrücken.

So hat zum Beispiel die Autobahnmeisterei bei Ludwigsburg im Laufe dieses Winters gerade einmal 80 Tonnen Salz und Sole auf die Straßen geschleudert - auf einer Strecke, die, in eine Richtung berechnet, 75 Kilometer lang ist, sich aber , wenn man die Gegenfahrbahn und sämtliche Zu- und Abfahrtswege sowie Nebenfahrbahnen oder Kreisverkehre dazuberechnet, auf imposante 215 Kilometer erstreckt.

Gestreut wird nur im Bedarfsfall, wenn es zum Beispiel regnet und niedrige Temperaturen um den Gefrierpunkt angekündigt sind, erklärt der Leiter der Straßenbahnmeisterei Thomas Lang. "Wenn es richtig rund geht wie im Winter 2009/2010, dann verbrauchen wir in einer Saison ungefähr 6000 Tonnen." Im Winter vor zwei Jahren, 2013/2014, waren es nur 140 Tonnen. Aber das, sagt Thomas Lang, "das war eigentlich gar kein Winter". Bleibt das Wetter die nächsten Monate wie in den vorigen Wintermonaten, dürfte die Straßenmeisterei auch nicht viel mehr als die von Thomas Lang für 2013/2014 genannten 140 Tonnen verbrauchen. In einem durchschnittlichen Winter, sagt er, benötigt seine Straßenmeisterei zwischen 3000 und 4000 Tonnen Salz.

Auch beim Landkreis hält sich der Verbrauch von Streusalz bislang in engen Grenzen. Wie Matthias Goldmann, der stellvertretende Leiter des Fachbereichs Straßen erklärt, haben die drei Straßenmeistereien des Kreises bislang nur jeweils zwischen 50 und 100 Tonnen auf den Straßen im Kreis verstreut, in der Summe also gerade einmal zwischen 150 und 300 Tonnen - und das bei knapp 700 Kilometern an Kreisstraßen, Landes- und Bundesstraßen. "Natürlich muss auch dann gefahren werden, wenn kein Schnee liegt, wir streuen auch präventiv", sagt Matthias Goldmann vom Landratsamt, etwa bei befürchteter Reifglätte. Immerhin, argumentiert er, erwarteten die Verkehrsteilnehmer im vielbefahrenen Landkreis Ludwigsburg, dass die Straßen "schwarz" blieben - also befahrbar.

In richtig harten Wintern reichten die 4000 Tonnen Salz, die Straßenmeistereien des Landkreises einlagern können, für gerade einmal eine Woche - "wenn wir fast permanent streuen müssen und wenn wir rund um die Uhr bei außergewöhnlichen Wintern im Einsatz sind". In den letzten richtig harten Wintern, die mittlerweile allerdings seltener sind, ist laut Matthias Goldmann sogar teilweise das Streumaterial etwas knapp geworden.

Die Straßenmeistereien des Landkreises sind dafür zuständig, dass die Straßen von Ortsschild zu Ortsschild schwarz bleiben - außerorts. Innerorts sind die Gemeinden zuständig - auch wenn in der Praxis Kreis und Kommunen laut Matthias Goldmann eng zusammenarbeiteten.

Auch in der Stadt Bietigheim-Bissingen hat die Straßenmeisterei weit weniger Salz als sonst auf die Straßen geworfen - in diesem Winter waren es laut Rathaussprecherin Anette Hochmuth bislang nur zwei Einsätze mit Sole-Fahrzeugen auf Brücken und einigen Reifstellen, mit einem Gesamtverbrauch von etwa 500 Litern - und einigen Kilogramm Salz auf Holzbrücken, die von Hand gestreut wurden.

Etwas mehr war zumindest in der zweiten Winterhälfte Anfang des abgelaufenen Jahres los: Da gab es laut Anette Hochmuth innerhalb von etwas mehr als zwei Monaten zwischen dem 27. Dezember 2014 und dem 1. Februar 2015 insgesamt sechs "Volleinsätze". Ein solcher Einsatz sei das Ausrücken des gesamten Personals, das für den Winterdienst bereit stehe: insgesamt um die 50 Mitarbeiter mit 13 Räum- und Streufahrzeugen. In diesem auch nicht eben harten Winter wurden in Bietigheim-Bissingen etwa 120 Tonnen Sole, 60 Tonnen Salz und 50 Tonnen Lava auf die Straßen gebracht. Lava ist laut Anette Hochmuth ein körniges Material zum Abstumpfen rutschiger Flächen. Es werde aus Eifel-Lava hergestellt und sei umweltfreundlich.

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