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Das Abwasser wird billiger

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Alle zwei Jahre legt Gemeindekämmerer Christian Eiberger dem Gemeinderat seine neue Gebührenkalkulation für Trinkwasser, Schmutzwasser und Niederschlagswasser (Regen/Schnee) vor. Auch diesmal konnte der Gemeinderat guten Gewissens und einstimmig sein umfangreiches Zahlenwerk „absegnen“, denn es gab nichts zu meckern. Der Preis von 1,30 Euro für den Kubikmeter Wasser erhöht sich ebenso nicht wie die 70 Cent für die Entsorgung des Regenwassers. Und fürs Abwasser sinkt er sogar von 1,67 Euro auf noch 1,53 Euro.

 In Eibergers Kalkulation sind natürlich sämtliche  Unkosten enthalten: Für den Betrieb, die Verwaltung, mögliche Reparaturen und geplante Investitionen. Und beim Wasser natürlich auch der Bezugspreis für das Bodenseewasser. Zwar verfügt Ingersheim auch über eigene Brunnen, doch das Mischungsverhältnis (bisher 50 zu 50) soll künftig etwas in Richtung Bodenseewasser verschoben werden, weil das eigene Wasser zu hart ist und darunter Wasch- und Spülmaschinen leiden.

 Bei kommunalen Gebühren gelte im Übrigen das Kostendeckungsprinzip, erklärte Kämmerer Eiberger. Das heißt, dass im Idealfall die anfallenden Wasser- und Abwasserkosten zu 100 Prozent gedeckt sind. Ergibt sich am Ende der beiden Jahre aber ein Gewinn, dann ist die Gemeinde verpflichtet, ihn innerhalb der folgenden fünf Jahre auszugleichen. Entsteht jedoch ein Verlust, dann kann die Gemeinde dies innerhalb der Fünf-Jahres-Frist durch eine Preiserhöhungen auffangen, sie muss es jedoch nicht.

So ergab sich zum Beispiel zu Ende des Bemessungszeitraums 2013/2014 im Bereich der Schmutzwasserbeseitigung ein Gewinn von etwas über 66 000 Euro und gleichzeitig beim Regenwasser ein Verlust von 17 000 Euro. Dies wurde bei der Kalkulation 2015/2016 schon  berücksichtigt und in der Kostenkalkulation für 2017/2018 mit verrechnet, so dass jetzt sämtliche Kostenüber- und -unterdeckungen aus den Vorjahren ausgeglichen sind.

 Da die Gemeinde ihr technisches Wasser- und Abwassersystem in den vergangenen Jahren stets geprüft und notfalls überholt hat, konnte Eiberger dem Gemeinderat vermelden, dass in den kommenden Jahren voraussichtlich „Ruhe herrschen wird“. Das veranlasste Bürgermeister Volker Godel zu der stolzen Aussage: „Wir verfügen bei der Wasserversorgung und bei der Abwasserentsorgung über einen sehr, sehr hohen Standard.“

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