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CDU setzt Freiberger Schultes unter Druck

Das vom Verband Region Stuttgart angedachte größere interkommunale Gewerbegebiet auf Ingersheimer Markung hat die Freiberger CDU-Fraktion bewogen, die versprochenen Verkehrsgespräche mit den Nachbarkommunen einzufordern.

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Für den CDU-Fraktionsvorsitzenden Gerald Schweitzer ist das Thema Verkehr noch längst nicht ad acta gelegt.

Auch wenn das gemeinsame Verkehrskonzept, das die Stadt Freiberg zusammen mit den Nachbarn Bietigheim-Bissingen, Ingersheim und Pleidelsheim einst erarbeitet hat, an der grün-roten Landesregierung gescheitert ist. Schweitzer sieht Freiberg stattdessen jetzt auch noch von den Nachbarn im Stich gelassen, weil nun wieder "jeder sein eigenes Süppchen" kocht, wie er schon vor der Sommerpause argwöhnte.

Speziell der Bietigheim-Bissinger Oberbürgermeister Jürgen Kessing ist ihm da ein Dorn im Auge, weil der einst versprochen hatte, dass die vier Kommunen weiter im Gespräch bleiben, doch nach Schweitzers Ansicht stattdessen zusammen mit seinem Ingersheimer Amtskollegen Volker Godel das gemeinsame Gewerbegebiet Gröninger Weg forciert habe - mit gefährlichen verkehrlichen Nachteilen für Freiberg.

Da passte es für den CDU-Chef offensichtlich auch ins Bild, dass der Verband Region Stuttgart jüngst ein neues interkommunales Gewerbegebiet auf Ingersheimer Markung "ausgeknobelt" habe, nachdem ein solches zwischen Pleidelsheim und Murr im Vorjahr im erbitterten Widerstand des Pleidelsheimer Gemeinderats gescheitert war.

Dass Bietigheim-Bissingen und Ingersheim darüber nicht traurig sind, setzt Schweitzer offensichtlich voraus und bezeichnete deshalb Kessing und Godel als "Wiederholungstäter", weil sie schon einmal Gespräche über die verkehrlichen Auswirkung solcher Pläne versprochen, aber nicht eingehalten hätten.

"Da werden einfach weiter fröhlich Gewerbegebiete produziert, genauso wie von Benningen: Die kassieren Gewerbesteuer und Freiberg erbt den Verkehr", sagte er.

Deshalb setzte er auch jetzt in der ersten Sitzung des Freiberger Gemeinderats unverhofft Bürgermeister Dirk Schaible unter Druck.

Wo denn nun das vereinbarte Bürgermeister-Treffen bleibe, das der Bietigheimer Rathauschef Kessing versprochen habe?, wollte er wissen. Und: "Haben sich die Bürgermeister inzwischen ausgetauscht?"

"Nein", musste Schaible gestehen, aber ein Treffen sei nach der Sommerpause geplant. Nur einen genauen Termin gebe es noch nicht.

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