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Bürger sprechen bei der Gestaltung ein Wörtchen mit

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Bereits in ihrer Sitzung im März dieses Jahres haben sich die  Sersheimer Gemeinderäte, wie in der BZ berichtet, mit der Sanierung der Krummhaar- und der Hölderlinstraße befasst.

Während die Erneuerung der Hölderlinstraße von Anfang an klar war, standen für die Krummhaarstraße fünf Varianten der Straßengestaltung zur Auswahl, die der zuständige Planer Oliver Daeges aus Wangen im Allgäu den Ratsmitgliedern damals vorstellte.

Die Gemeinderäte und Bürgermeister Jürgen Scholz wollten die Entscheidung für eine dieser Möglichkeiten jedoch nicht alleine treffen, sondern zu einer Informationsveranstaltung für die betroffenen Bürger einladen. Diese Anwohnerbeteiligung hat inzwischen stattgefunden, und eine deutliche Mehrheit der Teilnehmer hat sich dabei für eine Gestaltungsalternative ausgesprochen.

 Diese Variante sieht in der Krummhaarstraße auf beiden Seiten Gehwege mit einer Breite von je 1,50 Metern vor. Damit hat die Straßenseite in Richtung Schillerstraße noch eine Breite von 3,25 Metern, diejenige in Richtung Hölderlinstraße hat eine Breite von 5,25 Metern. So können auf dieser Straßenseite auch noch sechs Seitenparkplätze integriert werden. In der Mitte der beiden Straßenseiten verläuft eine Grüninsel, in der nochmals zehn Stellplätze errichtet werden. Im Bereich der Einmündung in die Schillerstraße ist die Grüninsel geteilt und damit überfahrbar. Die Parkplätze in der Mittelinsel können nur von der Straßenseite in Richtung Schillerstraße befahren werden, denn zur anderen Straßenseite hin grenzt die Parkplätze ein rund ein Meter breiter Grünstreifen ab.

Die Mehrzahl der Bürger, die sich beteiligt haben, lobte die gute Anordnung der Parkplätze und die Gehwege auf beiden Straßenseiten. Vereinzelt wurden Stimmen laut, die sich gegen noch mehr Stellplätze aussprachen, da dies verstärkt Fremdparker und Firmenfahrzeuge anziehen könnte.

 „Unser Vorschlag wäre auch die von der Bürgermehrheit favorisierte Variante gewesen. Diese Gestaltung trägt dazu bei, dass der öffentliche Straßenraum in der Krummhaarstraße noch attraktiver wird. Die Anzahl der Parkplätze zu reduzieren, halte ich in der heutigen Zeit für sehr gefährlich, denn damit verdrängen wir die Fremdparker nur an eine andere Stelle im Ortsgebiet“, sagte Bürgermeister Jürgen ­Scholz­ in der jüngsten Ratssitzung. Roland Kögele von den Unabhängigen Bürgern Sersheim regte an, die Parkplätze mit wasserdurchlässigem Pflasterbelag auszuführen und bei der gesamten Straßenbaumaßnahme so viele Flächen wie möglich zu entsiegeln. Scholz will diesem Vorschlag nachkommen und möglicherweise auch farblich unterschiedlichen Pflasterbelag zur Gestaltung einsetzen.

Doch zunächst sollen die Kosten des Pflasterbelags mit denen von Asphalt verglichen werden. Anfang Mai dieses Jahres sollen die Ergebnisse der entsprechenden Ausschreibung der Arbeiten vorliegen. Baubeginn soll Ende Mai 2017 sein. Die Bauzeit nimmt rund fünf bis sechs Monate in Anspruch.

 Die Ver- und Entsorgungsgesellschaft Sersheim mbH (VES) will im Zuge des Bauvorhabens auch neue Wasser- und Gasleitungen sowie Stromerdkabel verlegen. Auch die vorhandenen Hausanschlüsse sollen erneuert und die Kanalisation teilweise saniert werden.

Kämmerer Matthias Hirner beziffert die Kosten in der Ratssitzung für das Vorhaben auf insgesamt rund 600 000 Euro für die VES und nochmal 350 000 Euro für die Gemeinde selbst.

Während der Maßnahme in der Krummhaarstraße sollen auch andere Stellen im Sersheimer Ortsgebiet ausgebessert werden.
So wird der Gehweg vor dem Backhaus auf Vordermann gebracht.
Der Gehweg in der Hohenhaslacher Straße von der Einmündung in den Amselweg bis zur Einmündung in die Großsachsenheimer Straße wird verbreitert, da die vorhandene Entwässerungsrinne entfernt werden soll. Auch die asphaltierte Fläche auf dem  Festplatz soll vergrößert werden, da sonst das Festzelt für die Feierlichkeiten zum Jubiläum 1225 Jahre Sersheim nicht aufgebaut werden kann. mig

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