Partner der

Bebauung des Ingersheimer Cramer-Wanner-Areal kann starten

Der Bebauung des Cramer-Wanner-Areals in Ingersheim steht nichts im Wege. Gutachter sehen keine Hindernisse – geben aber Empfehlungen ab.

|
Die große Fläche des ehemaligen Cramer-Wanner-Areals an der Bietigheimer Straße (unten) in Ingersheim kann bebaut werden.  Foto: 

Die Evangelische Heimstiftung wird, wie in der Bietigheimer Zeitung berichtet, neben dem Karl-Ehmer-Stift ein zweites Haus in Ingersheim bauen. Auf dem Cramer-Wanner-Areal,  an der Ecke Bietigheimer Straße/Wilhelmstraße gelegen, sollen neben 15 Plätzen für die Tagespflege auch 32 Wohnungen für betreutes Wohnen angeboten werden.

Die Gemeinde Ingersheim mietet sich ergänzend dazu in dem Neubau mit einer Begegnungsstätte und einem zweizügigen Kindergarten ein. Außerdem ist eine Tiefgarage mit 31 Plätzen und neun Stellplätzen entlang der Wilhelmstraße geplant, dies sind zehn Plätze mehr als für das neu zu bauende Gebäude vorgeschrieben sind.

In seiner jüngsten Sitzung hatte der Gemeinderat nun im Rahmen eines „beschleunigten Verfahrens“ dicke Unterlagen zu wälzen, in denen Gutachter zum Artenschutz, Geruchs- und Lärmbelästigung Stellung beziehen. In allen Gutachten wird letztendlich darauf hingewiesen, dass der Bebauung grundsätzlich nichts im Wege stehe. Gleichwohl geben die Fachleute vor allem in Bezug auf den Artenschutz und das Lärmaufkommen Empfehlungen ab.

Zum langfristigen Erhalt und zur Sta?rkung des Bebauungsplangebietes als Nahrungsgebiet für Vögel und Flederma?use wird empfohlen, die nicht bebaubaren Grundstücksflächen im Gebiet ga?rtnerisch anzulegen. Dafu?r seien krautreiche Ansaaten und heimische Sträucher und Bäume zu verwenden. Es wird empfohlen, heimische Baumarten zu wahlen, die wenig pflegeintensiv sind, wie etwa Speierling, Elsbeere, Vogelkirsche oder die Eberesche. Bei Sträuchern sollten vor allem Vogelnahrgeholze wie Weißdorn, Pfaffenhutchen, Schlehe, Wolliger Schneeball, Liguster, Hartriegel und Schwarzer Holunder verwendet werden.

Als populationsstützende Maßnahme für die Schleiereule könnten entsprechende Nisthilfen integriert werden. Außerdem, so die Gutachter, seien Schallschutzmaßnahmen erforderlich. Da aktive Schallschutzmaßnahmen – etwa Schallschutzwände – aufgrund der örtlichen Lage an der Durchgangsstraße nicht mo?glich sind, müsse der erforderliche Schallschutz durch passive Maßnahmen gewa?hrleistet werden. Etwa durch den Einbau geeigneter Wa?rmeschutzfenster.

Für die Neuplanungen wird empfohlen, Wohn- und Schlafzimmer an der la?rmabgewandten Geba?udeseite unterzubringen. Falls dies nicht mo?glich ist, müsse ein ausreichender Schallschutz durch bauliche Maßnahmen an den Außenbauteilen sichergestellt werden, so die Gutachter.

Das neue Haus der Evangelischen Heimstiftung in Ingersheim soll bis Anfang 2019 fertig sein.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Partner der

Der Protest ist gewollt

Direkte Demokratie und die Folgen: Das Ringen um Mehrheiten kann man auch verlieren, sagt Umweltminister Untersteller. weiter lesen