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Bald können die Kunden kommen

Die Vorbereitungen für den Kirchheimer Dorfladen sind im Plan: Die Wände und Decken sind gestrichen, die Regale und Kühltheken sind an Ort und Stelle, dennoch muss bis zur Eröffnung Anfang März noch einiges getan werden.

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Die beiden Geschäftsführer des Kirchheimer Dorfladens, Karen Bolkart und Gerhard Mayer, sind ständig vor Ort beschäftigt, damit das genossenschaftliche Projekt in der Ortsmitte Anfang März starten kann.  Foto: 

Gerhard Mayer, einer der drei Geschäftsführer, merkt von seinem Rentnerdasein momentan nur wenig. Seinen Acht-Stunden-Tag verbringt er mit allem, was momentan im künftigen Kirchheimer Dorfladen (KiD) anfällt. Dabei sei der ganze organisatorische und verwaltungstechnische Aufwand nicht zu unterschätzen. Mitarbeiterschulungen müssen abgehalten werden, um die Leiterin, die zwei Vollzeitkräfte und die vier Teilzeitkräfte zu schulen. "Es ist wichtig, dass das Personal persönlich ist, darauf kommt es heute auch an", sagt der Geschäftsführer, der aber auch mit dem Finanzamt verhandelt. Ohne eine gültige Steuer-ID könne man bei vielen gar nicht mehr bestellen.

Dann muss auch überlegt werden, wie viele Artikel des Edeka-Angebots man im Laden haben will. Auf rund 2500 schätzt er die Zahl inzwischen, der Rest werde aus der Region bestritten. Zunehmend hätten sich Anbieter aus der Gegend gemeldet, die hier auch präsent sein wollen. So wird es nicht nur regionalen Wein, sondern auch Produkte der Erligheimer Mühle geben, von der Obsthalle oder anderen Erzeugern.

Wichtig sei die Rückmeldung der Kunden, auf die man reagieren wolle. An den Verkaufszahlen sehe man nicht, was fehlt, nur an den Aussagen und Wünschen, die die Kunden an einer Pinnwand im Geschäft oder in einem Zettelkasten hinterlassen.

"Baulich is alles bis auf ein paar Restarbeiten fertig", sagt Karen Bolkart, ebenfalls Geschäftsführerin und hauptberuflich Bauingenieurin. Der Cafébereich steht, die Toiletten sind fast fertig, an der langen Küchenzeile läuft bereits das Wasser. Hier werden frische Produkte vom örtlichen Bäcker Schmid und der Gemmrigheimer Metzgerei Schweiker verkauft, die man dann ins Café mitnehmen kann.

Manche Holzarbeiten wurden stark vergünstigt von einem örtlichen Schreiner erledigt, manches machte man auch selbst wie das runde Holzregal für die Kindernahrung. Der Warenbereich an den beiden Kassen ist hier nicht aus Metall, sondern auch Massivbuche, das eine Nussbaumoptik erhielt.

Zum Nulltarif bekam man von einem Heilbronner Lidl-Markt die Regale im Raum, die beiden Tiefkühlregale und auch die Eingangsschranke. Auch die Einkaufswagen, die man dort sonst weggeworfen hätte, erhielt man gratis. In dieser Woche noch werden die länger haltbaren Produkte von Edeka angeliefert, die Regellieferung erfolgt dann ab März dreimal die Woche.

Bis Anfang März wird der Kiosk mit Paketannahmestelle seinen Raum beziehen und auch die Vinothek bestückt. Dann müssen noch die Neonröhren gegen LED-Röhren ausgetauscht werden und die Kassen selbst eingebaut werden. Plastiktüten wird man hier nicht finden, man bekommt Tüten aus Papier. Und es wird alles, so die Vorstellungen der Macher, etwas gemütlicher und persönlicher zugehen als im üblichen Supermarkt.

Auch die Außenfassade werde über das ganze Gebäude noch gestrichen, ein Logo des KiD, der als sogenannte Bürgergemeinschaft nach genossenschaftlichen Werten betrieben wird, komme über den Eingang, zwei an den Stirnseiten des Gebäudes am Rathaus, sagt Mayer. Wie man dann einen Bring- und Lieferservice ausgestaltet, wird sich einspielen. Ältere Leute könnten abgeholt werden und nach einer Stunde im Laden oder Café wieder zurückgebracht werden, so der Geschäftsführer. Auch dies werde auf ehrenamtlicher Basis geschehen und sich nach und nach entwickeln.

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