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Auf dem Weg zur Nullverschuldung

Das Haushaltsjahr 2012 hat in Erligheim die Erwartungen weit übertroffen. Allerdings ist ein Teil des Erfolgs darauf zurückzuführen, dass die Gemeinde Grundstücke verkaufte.

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Kämmerer Klaus Sämann ist ein stets umgänglicher Mann. Aber in der letzten Gemeinderatssitzung wirkte er besonders heiter und aufgeräumt, so dass es den Gemeinderäten direkt auffiel. Sämann hatte allen Grund zur Freude, war doch der Haushaltsabschluss 2012 weit besser geraten als erwartet.

Mit einem Gesamtvolumen von 8,36 Millionen Euro schloss der Haushalt um eine Million Euro höher ab als geplant. Der Verwaltungshaushalt stieg um 550 000 Euro auf 5,9 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt wies zum Jahresende 2,46 Millionen Euro statt geplanter 1,98 Millionen Euro aus. Grund für die positive Entwicklung des Verwaltungshaushalts sind anhaltend stabile Gewerbesteuereinnahmen. Wie 2011 betrugen sie rund 1,4 Millionen Euro. Angesetzt hatte der Kämmerer für das letzte Jahr nur vorsichtige 1,1 Millionen Euro.

So konnte im Verwaltungshaushalt ein Überschuss von 565 000 Euro erzielt werden, der dem Vermögenshaushalt zugeführt wurde. Geplant war eine Zuführung von 258 000 Euro.

Auch der Vermögenshaushalt entwickelte sich positiv. Hatte Klaus Sämann zu Beginn des Haushaltsjahres noch damit gerechnet, rund 300 000 Euro aus den Rücklagen entnehmen zu müssen, kann er jetzt die Rücklagen um 794 000 Euro aufstocken. Sie betragen per 31. Dezember 2012 rund 3,3 Millionen Euro. Dazu beigetragen haben Grundstückserlöse von 1,6 Millionen Euro, doppelt so viel wie geplant.

Die Schulden der Gemeinde verringerten sich zum Jahresende 2012 auf 295 000 Euro, das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 107 Euro. Der Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden liegt derzeit bei 618 Euro.

Inzwischen sind die Verbindlichkeiten der Gemeinde noch weiter gesunken, da im Frühjahr 2013 weitere 114 000 Euro getilgt wurden. Der Gemeinderat beschloss, in diesem Herbst noch einmal 100 000 Euro außerplanmäßig zu tilgen, so dass Erligheim stramm in Richtung Nullverschuldung marschiert. Auch für 2013 erwartet der Kämmerer einen ähnlich guten Abschluss. Die Gewerbesteuereinnahmen übertreffen mit 1,8 Millionen Euro bereits jetzt den Ansatz um 700 000 Euro.

Bei aller Freude über die positiven Zahlen ist man sich in Erligheim aber bewusst, dass es die hohen Grundstückserlöse waren, mit denen man 2012 den Vermögenshaushalt retten konnte.

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