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Anwohner interessiert an Nahwärmekonzept Löchgau will Netz in der Ortsmitte aufbauen

Laut einer Umfrage, die die Gemeinde in Auftrag gegeben hat, wären einige Haushalte an einer Nahwärmeversorgung im Ortskern interessiert. Dies wurde bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag erklärt.

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Auf die Idee, im Ortskern eventuell ein Nahwärmeversorgungsnetz aufzubauen, kam die Gemeindeverwaltung im Zusammenhang mit der Renovierung des Ärztehauses in der Hauptstraße 47/1. Das Gebäude aus dem Jahr 1976, in dem sich früher die Praxis von Dr. Rudolf Wunderlich befand, wurde im August für dessen Nachfolger Dr. Lucian Borbil grundlegend saniert. Dabei hatte die Verwaltung den Punkt Heizungserneuerung zunächst bewusst ausgeklammert - mit dem Hintergedanken, zu prüfen, ob es sich lohnt, in der Ortsmitte ein Nahwärmenetz zu implementieren, an das sich neben dem Rathaus, dem Löchgauer Bank- und dem Bonusmarkt-Gebäude auch einige Privathäuser im Ortskern anschließen lassen.

Erster Schritt im Rahmen dieser Bemühungen war eine von der Gemeinde beim Ingenieurbüro Schuler (IBS) aus Bietigheim-Bissingen in Auftrag gegebene Umfrage unter den Löchgauern im innerörtlichen Untersuchungsgebiet, das von der Bietigheimer Straße, der Besigheimer Straße, der Suhstraße und dem Tulpenweg begrenzt wird.

Die Ergebnisse dieser kürzlich gestarteten Bürgerumfrage, bei der die Anwohner unter anderem angeben konnten, ob sie eventuell in ein Nahwärmeversorgungssystem integriert werden möchten, gab Bürgermeister Robert Feil am Donnerstag im Gemeinderat bekannt. "Die Beteiligung war zwar eher überschaubar, aber dennoch aufschlussreich", berichtete Feil. Demnach bekam das Rathausteam 38 Fragebögen zurückgesandt. 15 Privathaushalte bekundeten ein ernsthaftes Interesse an einer Nahwärmeversorgung im Ort, 20 Haushalte beantworteten die Frage mit Nein, keine Angaben machten drei Befragte.

Als besonders positiv bewertete Feil die Tatsache, dass die meisten der Interessenten ihre Häuser im Kerngebiet rund um das Rathaus haben. Die vier an einer Nahwärmeversorgung interessierten Privathaushalte außerhalb dieses Kerngebiets könne man nicht einbeziehen, meinte Feil. Als Grund gab er an, eine eventuelle Nahwärmeleitung würde nicht bis zu Gebäuden reichen, die außerhalb des genannten Gebiets liegen. Von den insgesamt 15 Interessenten an einem Nahwärmeprojekt beheizen bislang laut der Umfrage acht Haushalte ihre Räumlichkeiten mit einer Ölheizung, vier Gebäude werden mit Holz oder Strom und zwei Häuser mit Erdgas beheizt. In einem Fall befindet sich die Wärmeversorgung gegenwärtig noch im Aufbau.

Die elf im Kerngebiet konzentrierten Haushalte verbrauchen bislang zusammen insgesamt 700 000 Kilowattstunden an Wärme pro Jahr. Das Ingenieurbüro Schuler hat in der Umfrage zwei mögliche Nahwärme-Versorgungsvarianten aufgezeigt: Ein mit Erdgas betriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) könnte ebenso das Herzstück einer künftigen Nahwärmeanlage im Ortskern bilden wie eine Holzpelletsheizung. Als Standort käme für ein BHKW, aber auch für eine Holzpelletsheizungsanlage mitsamt Brennstofflager der Parkplatz infrage, der sich vor dem Rathaus, in der Nonnengasse, befindet. Dort könnten die Aggregate am Rand installiert werden.

Eine Abfuhr erteilte Feil dem Planungsbüro im Blick auf dessen Alternativvorschlag, die Heizzentrale auf dem Sonnenareal zu errichten. Nun soll das Büro die Wirtschaftlichkeit einer Nahwärmelösung untersuchen.

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