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A wie Apfel und Z wie Zwetschge

Die Ausstellung "Von A wie Apfel bis Z wie Zwetschge - Gesunder Genuss von der Streuobstwiese" im Museum am Schlössle in Geisingen zeigt den Obstanbau in Baden-Württemberg. Was wächst bei uns wo und zu welcher Jahreszeit? Auf diese Frage bekommt man Antworten.

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Streuobstwiesen haben in Baden-Württemberg eine lange Tradition. Jahrhunderte hat es gedauert, bis die Alleen und Obstwälder entstanden, die Württembergs Obstkultur berühmt machten. Das erste wichtige Datum war der 24. Mai 1663, an dem Herzog Christoph in einem Generalscript anordnete, "wo in einer Stadt oder einem Flecken ein neuer Burger angenommen wird, oder ein Burgers-Sohn sich verehelichet, solle derselbe gehalten sein ein bis drei Apfel- oder Birn- oder andere fruchtbare Bäum auf die hierzu taugliche ihnen anweisende Allmanden, sonderlich an den Landstrassen hin, zu beeden Seiten in gehöriger Ordnung zu setzen."

Heute säumen nur noch an wenigen Stellen Obstbäume die Straßen. Jedoch besinnt man sich in den letzten Jahren auf die Vorteile des einheimischen Obstes und setzt mit großem Aufwand wieder Bäume, um jene Streuobstwiesen zu rekonstruieren, die man vor 30 Jahren abgeholzt hat. Mit über neun Millionen Bäumen besitzt das Land heute die bedeutendsten Streuobstbestände Europas.

Freibergs Beitrag zur Wiederbelebung alter Traditionen sind die "Hochzeitswälde", bei denen Brautpaare "ihren Baum" pflanzen. Aus ökologischer und emotionaler Sicht sind diese "Hochzeitswäldle" eine schöne Sache. So besuchen viele Paare den von ihnen gepflanzten Baum von Zeit zu Zeit, ernten die Früchte und treffen Baum-Nachbarn. Gepflegt werden die Bäume von Mitarbeitern der Stadt. Mittlerweile sind so fünf "Wäldle" entstanden: am Jahrtausendhügel, im Gewann Incher I + II, beim Neubaugebiet Löchlesäcker, im Gewann Holzegert und an der Hardtstrasse. Weiter gibt es ein städtisches Förderprogramm zum Erhalt der Streuobstwiesen. Im Rahmen der Grünen Nachbarschaft wurden vielfältige Angebote geschaffen wie der Obstsortengarten, in dem alte Sorten besichtigt werden können und Schnittkurse angeboten werden.

Wie wird Obst haltbar gemacht, wie richtig zubereitet und gelagert? Welche gesundheitliche Bedeutung hat Obst in unserer Ernährung" Fragen, die die Ausstellung beantwortet. Ergänzt wird sie durch Leihgaben des Ernährungszentrums Mittlerer Neckar Ludwigsburg über alles Wissenswerte zum Thema Obst. Aus dem Museumsfundus kommen die Leinensäcke zum Transport, die Obstpresse zum Verarbeiten der Äpfel und Birnen, Sutter- und Mostkrug, Entsafter und Ratschläge zur Bereicherung des täglichen Speisezettels.

Info Ausstellungsbeginn ist am Sonntag, 22. September, um 14 Uhr Die Ausstellung geht bis 24. November.

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