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"Windkraft, Schloss, Kultur und Wein - typisch Ingersheim"

Rund 200 Besucher fanden sich am Sonntagvormittag zum Neujahrsempfang im Ingersheimer Rathaus ein. Unter ihnen auch Bietigheim-Bissingens OB Jürgen Kessing.

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Mehr als 200 Gäste konnte Bürgermeister Volker Godel beim Ingersheimer Neujahrsempfang am Sonntag im Rathaus begrüßen.  Foto: 

Mit einiger Zufriedenheit konnte Bürgermeister Volker Godel auf das abgelaufene Jahr zurückblicken. "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht", stellte er in seiner Bilanz 2015 fest und meinte damit vor allem die Leistungen fürs kommunale Bildungssystem. Denn nicht nur die Schillerschule wurde für 5,3 Millionen Euro von Grund auf erneuert, auch der Uhland-Kindergarten für knapp 1,4 Millionen Euro saniert und ausgebaut. Womit die Gemeinde alles getan hat, um für junge Familien attraktiv zu bleiben.

Dass das alles ohne Kreditaufnahmen finanziert werden konnte, verdankt Ingersheim der über Jahre reichlich fließenden Steuereinnahmen und staatlichen Zuschüssen in Millionenhöhe. Dass das aber nicht ewig so weiter geht, ist dem Bürgermeister auch klar. Denn auch für das neue Jahr stehen große Aufgaben bevor. So zum Beispiel die Sanierung der Fischerwörth-Sporthalle, die rund 2,7 Millionen Euro kosten soll. Dafür werde die Gemeinde halt wieder ein Darlehen aufnehmen müssen, meinte Godel.

Damit in Zukunft immer genügend Geld zur Verfügung steht, wenn solche Großprojekte angepackt werden müssen, sei deshalb die Erschließung des 16 Hektar großen gemeinsamen Gewerbegebiets mit der Stadt Bietigheim-Bissingen am Gröninger Weg unabdingbar, beteuerte Godel. In diesem Zusammenhang würdigte er die Nachbarstadt als wichtigsten kommunalen Partner, lobte darüber hinaus aber auch den Verband Region Stuttgart, weil er dieses interkommunale Gewerbegebiet in die Wege geleitet und letztliche auch genehmigt habe. Weniger gut kam die Region allerdings in ihren Entscheidungen um den Ausbau der Windkraft auf Ingersheimer Markung weg. Da seien zuerst Hoffnungen geweckt und schließlich arg enttäuscht worden, kritisierte der Schultes. Denn ein zweites Windrad auf der Ingersheimer Markung wurde bekanntlich von der Mehrheit der Regionalversammlung abgelehnt.

Dass die Flüchtlingsproblematik auch vor Ingersheim nicht Halt macht, hatte Godel bereits in seiner Begrüßungsrede angedeutet. Und sicher werde sie auch 2016 weiterhin die Politik auf allen Ebenen beschäftigen. Dass der Ingersheimer Gemeinderat relativ schnell eine große Lösung zur Unterbringung der Asylbewerber gefunden hat, verdankt er aber vor allem der Bereitschaft der Gärtnereifamilie Cramer/Wanner, ihr Gelände im Außenbereich für eine Sammelunterkunft zur Verfügung zu stellen. Dafür bedankte sich Godel ausdrücklich.

Das Thema Flüchtlinge bewegt jedoch nicht nur hierzulande die Menschen, auch der neue Bürgermeister der französischen Partnergemeinde Ingersheim, Matthieu Thomann, stellte es bei seinem ersten Auftritt in Deutschland in den Mittelpunkt seiner Rede. Dabei bedankte er sich ganz ausdrücklich für die vielen Solidaritätsadresse, die seine Gemeinde angesichts der beiden terroristischen Attentate von Paris aus Deutschland erreicht hatten und er bekräftigte seine Meinung, dass die Europäer bei der Abwehr von radikalisierten Islamisten jetzt unbedingt zusammenstehen müssten.

Auch sein Amtskollege Godel sah das so, denn auch er macht sich Sorgen um die europäische Wertegesellschaft angesichts von "falsch verstandener Toleranz und außenpolitischer Verweigerung" durch manche EU-Staaten.

Abgeschlossen wurde bei diesem Neujahrsempfang im Übrigen die Suche nach einem neuen Gemeindeslogan, der künftig das kommunale Marketing unterstützen soll. 250 Einsendungen hat es aus der Bürgerschaft gegeben, fünf Vorschläge kamen in die engere Wahl. Die Entscheidung fiel schließlich durch Bürgerentscheid für den Spruch: "Windkraft, Schloss, Kultur und Wein - typisch Ingersheim." Für alle fünf Slogan-Erfinder gab es an diesem Tag kleine Präsente.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von der Klaviervirtuosin und -lehrerin Tamara Honstetter sowie den Solisten Anouk Lehmann, Karoline Aymar und Katharina Layer von der Musikschule Bietigheim-Bissingen.

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