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„Sprachwahrer“ im Ländle

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Olymp-Chef Mark Bezner meint, selbst in der Führungsriege müsse nicht in perfektem Schriftdeutsch gesprochen werden. Schwäbisch könne im Geschäftsleben sympathisch wirken.  Foto: 

An der internationalen Konzernsprache Englisch kommt kein  international agierendes Unternehmen vorbei. Ob in den USA, Asien oder im europäischen Ausland: „Englisch ist der gemeinsame Nenner für Gespräche mit Kollegen aus verschiedenen Nationalitäten“, so Pressesprecher Matthias Christen von der Dürr AG. Geht es um Richtlinien für den gesamten Konzern, werden sie in der offiziellen Konzernsprache auf Englisch publiziert, aber „Dürr ist von der Wurzel her ein deutsches Unternehmen mit über 8000 Mitarbeitern in Deutschland, da wird natürlich Deutsch gesprochen.“

Auch bei der Valeo GmbH ist die internationale Konzernsprache zwar Englisch, an den lokalen Standorten in Deutschland wird aber dennoch Deutsch gesprochen. Auch wenn man historisch in Frankreich verortet sei, wird in der Regel auf internationaler Ebene in Englisch kommuniziert, so Pressesprecher Jürgen Ströbele.

Für die Olymp Bezner KG erfolgt die Konversation mit internationalen Fachhandelskunden, die sich auf über 40 Länder verteilen, oder mit Lieferanten und Geschäftspartnern, von denen viele in Asien ansässig sind, überwiegend in Englisch. Am Firmensitz in Bietigheim-Bissingen verständigen sich die Mitarbeiter untereinander aber in deutscher Sprache. „Das gilt ebenso für die Führungsriege“, erklärt Geschäftsführender Gesellschafter Mark Bezner. Es müsse aber keinesfalls immer in perfektem Schriftdeutsch miteinander kommuniziert werden. „Regionale Dialekte wie die Schwäbische Mundart können selbst im Geschäftsleben durchaus sympathisch wirken.“

Genauso verhält es sich auch bei der „Mann + Hummel“ Gruppe mit Hauptsitz in Ludwigsburg. „In den internationalen Teams wird Englisch gesprochen“, so Pressesprecherin Sinikka Kenklies, „an den deutschen Standorten aber Deutsch.“

Die Konzernsprache der Besigheimer Komet Group ist Englisch, da die Unternehmensgruppe international aufgestellt und in 50 Ländern weltweit vertreten ist. „Allerdings sind viele Dokumente zweisprachig, also auf Deutsch und auf Englisch,“ so Pressesprecherin Dr. Anja Vomberg. Bei den Führungskräften werden Englisch-Kenntnisse vorausgesetzt und nahezu täglich benötigt.

Lucas Goebel, Marketingleiter der Ziemann Holvrieka GmbH in Ludwigsburg, bestätigt, dass es „wichtig sei, eine einheitliche Sprache zu haben“. Und die wäre als offizielle Konzernsprache immer Englisch.

Auch bei der Dr. Ing. h.c. Porsche AG wird international auf Englisch kommuniziert. Dennoch wird an Deutsch als Unternehmenssprache festgehalten. Das brachte dem Konzern sogar vor Jahren von den Lesern der Zeitschrift „Deutsche Sprachwelt“ den Titel als „Sprachwahrer des Jahres“ ein. Darauf sei man auch heute noch stolz, so Pressesprecher Lukas Kunze. Auf lokaler Ebene, auch am Standort in Bietigheim-Bissingen, werde immer Deutsch gesprochen. Natürlich kommuniziere man an internationalen Standorten entweder auf Englisch oder in der  jeweiligen Landessprache.

In nahezu allen Großunternehmen werden Mitarbeiter intern mit Sprachkursen intensiv geschult. Dabei geht es nicht nur um gutes Business-Englisch, sondern auch um den richtigen geschäftlichen Umgang mit den Geschäftspartnern und die jeweiligen kulturellen Gepflogenheiten des Landes.

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