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"Mein Blog, das bin ich"

Katharina Laurer aus Pleidelsheim ist ein Fan der nordischen Länder - und backt für ihr Leben gern. Seit knapp drei Jahren betreibt sie ihren eigenen Backblog, auf dem sie diese Leidenschaften vereinen kann.

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Katharina Laurer betreibt einen Backblog, auf dem sie Rezepte veröffentlicht.  Foto: 

Katharina Laurer ist nicht zufrieden mit ihren Heidelbeermuffins. "Da war ich wohl zu großzügig beim Befüllen der Förmchen", sagt die Backbloggerin und lacht. "Aber so ist das Leben nun mal. Nicht immer geht alles gut. Aber meistens."

Die 38-jährige diplomierte Ingenieurin betreibt seit Anfang 2013 einen Backblog. "Als reines Hobby", betont sie. "Ich habe das Glück, nicht von meinem Blog leben zu müssen." So steht sie meist abends, nach ihrem Vollzeitjob als Key-Account-Managerin bei einem international agierenden Werkzeughändler, in ihrer Wohn-Ess-Küche und backt Himbeer-Streuseltaler, Zimtschnecken oder jenes Wienerbrød, das dem Blog seinen Namen gab. "Wienerbrød ist die wohl bekannteste Gebäckspezialität aus Dänemark. Das sind Plunderteilchen, die in Wien übrigens Kopenhagener heißen und einfach unglaublich gut schmecken."

Schon sehr früh ist Katharina Laurer dem Land verfallen: "Ich habe meine ersten Gehversuche in Dänemark und seither unzählige Urlaube dort verbracht", erzählt sie. Dänemark sei eben hyggelig', ein Wort, das sich nicht ins Deutsche übersetzen lasse. "Die Dänen sind cool, lässig und sehr gastfreundlich", schwärmt die Pleidelsheimerin, die im Rahmen ihres Studiums ein halbes Jahr in Kopenhagen verbracht hat. "Alles ist dort irgendwie entschleunigt. Man kann sagen, Dänemark holt einen runter."

Während ihrer Studienzeit hat sie nicht nur fließend Dänisch gelernt, sondern auch festgestellt, dass ihr Backen große Freude bereitet. "Ich bin als Kind nicht an Omas und Mamas Schürze gehangen, wenn die gebacken haben", blickt sie zurück. Alles Weitere habe sich dann eher zufällig so ergeben. "Viele Leute haben mich nach Rezepten gefragt. Die habe ich notiert und irgendwann ist ein Blog daraus geworden", sagt sie. "Das ist zu 100 Prozent alles von mir. Von der Idee bis zum fertigen Plunder." Und sie möchte authentisch sein und bleiben. "Ich bin ja weder gelernte Bäckerin, noch ausgebildete Fotografin oder Stylistin. Aber ich verbiege mich nicht", sagt sie: "Mein Blog, das bin ich!"

Rund vier Stunden kalkuliert sie für einen Eintrag auf ihrer Internetseite ein. "Ich schaue mir an, was ich schon gemacht habe, plane und dokumentiere den Backvorgang und arrangiere dann die fertigen Kuchen, Plätzchen und Kekse, damit sie auf den Fotos lecker und appetitlich rüberkommen", so die Ingenieurin. "Denn gerade in der trüben Jahreszeit muss man das Backen so einplanen, dass man für die Aufnahmen gute Lichtverhältnisse hat."

Wenn Katharina Laurer nicht gerade Backträume mit einer Prise Skandinavien zubereitet, steht sie auch mal im virtuellen Austausch mit anderen Bloggern: "Wir Foodblogger sind eine richtige Community, die sich gegenseitig unterstützt und inspiriert."

Oder sie trifft persönlich auf ihre Kollegen bei Bloggerstammtischen oder großen Veranstaltungen wie dem zweimal jährlich stattfindenden "FoodBloggerBarcam"'. "Das sind quasi unorganisierte Konferenzen, bei denen der gegenseitige praktische, theoretische und technische Wissensaustausch im Vordergrund steht".

Blog und Foodblogger

Tagebuch Ein Blog (auch Weblog: Web für Netz und Log für Logbuch) ist ein auf einer Website geführtes "Tagebuch", in dem eine Person, der Blogger, Aufzeichnungen führt, seine Gedanken niederschreibt oder sonstige Informationen protokolliert. Food-Blogger sind Personen, deren Blogs sich hauptsächlich ums Essen und Trinken drehen, wie bei Katharina Laurer und ihrem Blog "Wienerbrød".

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