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„Ein Stück Gemeindearbeit“

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Die Kindergartenkinder führten am Sonntagvormittag ein Musical auf.  Foto: 

Schon von weitem kann man am Sonntagmittag in Kleinsachsenheim Kinderlachen, Rufen und Geschrei hören. Und tatsächlich spielen viele auf dem Gelände des Kindergartens Villa Sonnenschein – aber nicht nur Kinder, auch ihre Eltern sind dabei, sogar ein Stelzenläufer schwebt über den Köpfen der Menge. Sie alle feiern das 30- jährige Bestehen des Kindergartens.

Der Tag hatte schon aufregend begonnen: In der Kirche hatten die Kinder das Musical „Der ängstliche kleine Spatz“ aufgeführt, bevor es dann zum Mittagessen, Kaffee und Kuchen für die Erwachsenen und Spielstraße und Kinderanimation für die jüngeren Besucher in die Villa Sonnenschein ging.

Betreuung nach christlichem Fundament

Der evangelische Kindergarten wird von der Kirche und der Stadt betrieben, so gehört das Gebäude der Stadt, die Auswahl und Beschäftigung der Mitarbeiter dagegen ist Sache der Kirche. Die Finanzierung ist im Verhältnis 90 zu 10 zwischen Stadt und Kirche aufgeteilt, so Pfarrer Friedemann Wenzke.

Er betont das „christliche Fundament“, auf dem die Kinderbetreuung hier steht. So werden im Programm christliche Geschichten besprochen und das Kirchenjahr mit allen dazugehörenden Festen durchlebt und gefeiert.

Wenzke betrachtet den Kindergarten als „ein Stück Gemeindearbeit“, besonders, da oft auch Kinder, die früher im Kindergarten waren, später auch weiterhin in der Gemeinde aktiv bleiben. Die evangelisch-christliche Prägung ist jedoch kein Hindernis: Auch Katholiken und Muslime sind willkommene Mitglieder des Kindergartens, dessen vier Erzieherinnen aber natürlich die christliche Konfession haben. „Der christliche Schwerpunkt muss angenommen werden“, so der Pfarrer, betont aber, dass die Nachfrage durchaus hoch sei. Der Kindergarten ist derzeit voll belegt, viele Eltern nähmen die Unterstützung in der kirchlichen Erziehung gerne an, freut sich Wenzke.

Auch Erzieherin Andrea Graner betont die Multikulturalität des Kindergartens, in dem sich immerhin Kinder aus zehn Nationen treffen: „Die Leute sind sehr offen.“

Neue Zimmer, neue Küche

In den acht Jahren, die Pfarrer Wenzke in der Gemeinde ist und den Kindergarten jetzt betreut, hat sich schon einiges getan, zum Beispiel wurde der Sinnespark mit verschiedenen Erlebnisstationen geschaffen. Auch Andrea Graner, seit fünf Jahren dabei, erzählt von neuen Zimmern, einer neuen Küche und dem Außenspielbereich, überall habe sich „viel verändert.“ Auch die „super Zusammenarbeit mit der Stadt“ ist ihr wichtig zu betonen.

Für das neue Jahr des Kindergartens hat man sich schon große Ziele gesetzt: Die Villa Sonnenschein soll sich sowohl in der Zahl der Kinder als auch in der Anzahl der der Erzieher verdoppeln, ein Neubau soll 2018 eröffnen und hier eine neue Form der Kinderbetreuung schaffen: eine Zehn- Stunden- Betreuung für Kinder zwischen drei und sechs Jahren, besonders geeignet für berufstätige Eltern.

So bedeutet das Fest zum 30. Bestehen des Kindergartens weniger ein Schwelgen in alten Erinnerungen als einen mutigen Blick nach vorne. „Ich freue mich auf die neue Herausforderung“, so Erzieherin Graner.

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