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„Der Utz“ setzt auf die Jugend

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Thomas Utz ist 28 Jahre alt und hat klare politische Vorstellungen.  Foto: 

Thomas Utz wirbt für eine neue Generation in den Parlamenten. Es könne nicht sein, dass das Durchschnittsalter im Bundestag bei 54 Jahren liege. Als SPD-Bundestagskandidat für den Kreis Neckar-Zaber will er vorangehen, „mutig“ sein. „Ich bin dafür bekannt, mit meiner Meinung nicht hinterm Berg zu halten“, sagt er, „ich will Denkverbote auflösen“. Themen wie bargeldloses Grundeinkommen, sind für ihn angesichts der sich wandelnden Arbeitswelt keine Tabu-Themen.

Frühstück im Anzug, wie an diesem Morgen, 8 Uhr, ist nicht unbedingt Thomas Utz´ Stil. „Am Wochenende gehe ich gerne mit meiner Freundin frühstücken.“ Frühaufsteher sei er ebenfalls nicht. Der Wahlkampf zwinge ihn aber oft dazu. 2006 trat Utz in die SPD ein, war von 2012 bis 2016 stellvertretender Vorsitzender im Kreis. Der langjährige Fußball-Schiedsrichter ist auch 2. Vorsitzender im Tennisclub Murr. Er sei aber ein ganz normaler 28-Jähriger, der auch mal mit Freunden „einen heben“ geht. Thomas Utz geht gerne zum VfB Stuttgart, sympathisiert aber auch mit Dynamo aus Dresden. Dort ist er geboren.

Beim Frühstück im neuen Forum der BZ muss er sich zwischen zwei Gläsern mit Marmelade entscheiden: ein hübsch verpacktes, mit wenig oder ein schlichtes mit viel Inhalt. Eine Anspielung auf den SPD-Spitzenkandidaten Martin Schulz und den Vorwurf zu weniger Inhalte. Utz wählt das große. „Man muss nicht mal unbedingt in die USA schauen. Aber wenn jemand sein Amt mit Twitter ausübt, liegt es an jedem einzelnen, die Inhalte nach vorne zu stellen.“

Auf seiner Webseite fanden sich bis Dienstag aber nur die Stichpunkte „Zukunftsinvestitionen“, „Wirtschaftliche Stärke“ und „Soziale Gerechtigkeit“ – weitere Infos, Fehlanzeige. „Das liegt daran, dass der Utz noch keine Zeit hatte. Aktuell ist es noch zu viel. Die Texte sind fertig, es wird einen regionalen Bezug geben“, versichert er. Ab Anfang August ist er freigestellt von seiner Arbeit als Bankangestellter. Dann will er mit seinen Hausbesuchen ernst machen. Wer mit #unserutz reden will, kann ihn beispielsweise zur privaten Grillparty einladen. „Ziel ist es, mit möglichst vielen Leuten zu sprechen“, sagt er. „Ich versuche, eine Plattform zu bekommen. Für einen relativ unbekannten Kandidaten mit überschaubarem Budget ist das wichtig.“

1989 geboren kam er 1990 mit seiner Familie aus der DDR nach Murr. Keine einfache Zeit. „Heute haben es Familien auch schwierig, nur anders“, glaubt er. Deshalb setzt er unter anderem auf Entlastungen für Familien und Bildung (siehe Infokasten). „Für mich ist das eine Frage der Gerechtigkeit.“ Aber nimmt man soziale Gerechtigkeit einem Banker ab. „Diese Frage kommt in Gesprächen schon immer kurz auf“, gibt Utz zu. Aber zum einen finanziere er mit seiner Arbeit Unternehmen vor Ort – „quasi das Brot- und Buttergeschäft“. Zudem betont er: „Die Auswüchse in der Finanzwelt sind nicht zu tolerieren.“

Mut wünscht sich Thomas Utz auch von seiner Partei. Der Hype nach der Nominierung von Martin Schulz zum Kanzlerkandidaten habe „gezeigt, dass sich die Menschen einen Wechsel vorstellen können“. Danach sei Schulz aber zu ruhig geworden. „Er hat sich aus den Landtags-Themen herausgehalten“, kritisiert Utz.

Zu sehr an die Zeit nach dem 24. September will Thomas Utz nicht denken. Klar ist: Will er ins Parlament, muss er das Direktmandat holen. Sein Listenplatz ist wenig aussichtsreich. „Es bricht mir keinen Zacken aus der Krone, wenn es nicht klappt. Aber ganz klar: Ich will“, sagt er.

Alter: 28

Wohnort: Murr.

Beruf: Berater für Unternehmensfinanzierung

Familienstand: in einer Beziehung

Hobbys: Fußball, Tennis, Wandern, Rad fahren, Freunde

Lieblingsfilm: Das Streben nach Glück. Die Geschichte eines alleinerziehenden Vaters, der trotz existenzieller Geldprobleme und einiger Schicksalsschläge zum Wohle seines kleinen Sohnes nie aufgibt und  belohnt wird.

Lieblingsbuch: aktuell: „Emmanuel Macron: Revolution – wir kämpfen für Frankreich“. Macron zeigt, dass es sich lohnt, für seine Überzeugungen und Ziele zu kämpfen – auch wenn der Weg steinig sein sollte.

Lieblingslied: „Eye of the tiger“. Ein Song, der mich immer wieder motiviert und antreibt. msc

www.unserutz.de

Was ist Ihr wichtigstes bundespolitisches Ziel? Unser Land als zentraleuropäischen Wirtschaftsmotor nachhaltig zu stärken und fit für die Aufgaben der Zukunft zu machen.

Wie wollen Sie dieses erreichen? Insbesondere durch gezieltere und deutlich höhere Investitionen in unsere Infrastruktur. Darunter verstehe ich beispielsweise, dass der Bund deutlich stärker in die Ausstattung und Sanierung unserer Schulen und Hochschulen einsteigt und die Meisterausbildung bundesweit kostenfrei ermöglicht. Darüber hinaus werde ich mich für mehr Bundesmittel bei der Finanzierung des ÖPNV einsetzen. Mein Ziel ist ein deutlich preiswerterer als auch in seinen Verbindungen attraktiverer ÖPNV.

Zwei weitere bundespolitische Ziele? Finanzielle Entlastungen für die Mitte unserer Gesellschaft. Es ist für mich eine Frage der Gerechtigkeit, dass diejenigen, die den wirtschaftlichen Aufschwung der vergangenen Jahre maßgeblich erarbeitet haben, nun finanziell an den Früchten dieser wirtschaftlichen Entwicklung beteiligt werden. Und Entlastungen für Familien durch kostenfreie Kinderbetreuung in der Nähe des eigenen Wohnortes.

Warum soll man Sie wählen? Nach 15 Jahren Amtszeit des aktuellen Abgeordneten möchte als beruflich erfahrener junger Mensch die Zeit einer neuen Generation in den Parlamenten einläuten. Ich werde ein leidenschaftlicher, optimistischer und mutiger Vertreter der Menschen unserer Region sein. Ein Volksvertreter der zuhört, versteht und mit dem Ziel anpackt, das Leben der Menschen jeden Tag ein Stück weiter besser zu machen. msc

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