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S-Bahn: Schwachpunkt in Bietigheim

Mittels Computersimulation wird derzeit das S-Bahn-Netz in der Region Stuttgart nach Schwachstellen untersucht. Wie sich gezeigt hat, gibt es auch in Bietigheim-Bissingen etwas zu beanstanden.

UWE MOLLENKOPF |

Jürgen Wurmthaler, Direktor für Wirtschaft und Infrastruktur beim für den S-Bahn-Betrieb zuständigen Verband Region Stuttgart, vergleicht die derzeitige Betriebssimulation des S-Bahn-Netzes mit dem Test, der bei der Stuttgart-21-Schlichtung gemacht wurde. Es gehe darum, herauszufinden wie robust der Fahrplan sei. Ziel ist es, Schwachstellen zu identifizieren und wieder pünktlicher zu werden. Mit der Umsetzung der Simulation hat der Regionalverband die DB Netz AG als Infrastrukturbetreiber beauftragt, wissenschaftlich begleitet wird das Ganze vom Verkehrswissenschaftlichen Institut Stuttgart (VWI).

Einer der Schwachpunkte, der bisher entdeckt wurde, liegt in Bietigheim-Bissingen. Eigentlich überraschend, so Wurmthaler gegenüber der BZ, denn die dortige Wendezeit sei mit 13 Minuten vergleichsweise gut bemessen. Dennoch habe die Simulation ergeben, dass die S 5 schon beim Start 15 Sekunden Verspätung habe. Das klingt wenig, doch könne sich dies im Streckenverlauf aufschaukeln, sodass am Ende das Drei-Minuten-Pünktlichkeitsziel gerissen werde.

Die Gründe seien noch unklar, sagt Wurmthaler, möglicherweise sei aber der Mischbetrieb in Bietigheim schuld. Das heißt, die anderen Züge, die dort auch verkehren, könnten die S-Bahn etwas aufhalten.

Insgesamt hat sich laut dem Bericht des Regionalverbands an den Verkehrsausschuss durch die Simulation bestätigt, "dass die S-Bahn-Stammstrecke als ein wesentliches Nadelöhr zu betrachten ist". Bereits die geringsten Verspätungen wirkten sich deutlich auf das gesamte S-Bahn-System aus. Das Zusammentreffen der Linien S 4 und S 5 in Ludwigsburg sei ebenfalls schwieriger Punkt, nennt Jürgen Wurmthaler ein weiteres Beispiel aus dem Landkreis.

Es soll nun noch weitere Simulationen geben, bei denen durchgespielt wird, wie es aussieht, wenn das Projekt Stuttgart 21 fertig ist. Man wolle so herausfinden, wo man anpacken könne, um effizienter zu werden, erklärt Wurmthaler. Im Sommer dieses Jahres soll der Abschlussbericht zu der Simulation vorgelegt werden.

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