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GKN: Protest gegen weiteren Betrieb - 3.300 Atomkraftgegner demonstrieren

Vor dem Gemeinschaftskraftwerk Neckarwestheim (GKN) protestierten am Sonntag mehrere tausend Menschen gegen den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken und für die sofortige Umsetzung der Energiewende.

ROLAND WILLEKE |

Mit Kind und Kegel pilgerten gestern mehrere tausend Menschen, die Veranstalter sprachen von 3.300 Teilnehmern, von Kirchheim vor das Tor 1 des Gemeinschaftskraftwerks Neckerwestheim. Das Motto "Fukushima außer Kontrolle" einte Jung und Alt. Bei strahlendem Wetter und mit Trommeln, bunten Fahnen geriet die Demonstration aus Anlass des dritten Jahrestags der Atom- und Umweltkatastrophe von Fukushima zum vorgezogenen Osterspaziergang.

Doch während im literarischen Osterspaziergang eines Johann Wolfgang von Goethe das "Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei, wenn hinten, weit in der Türkei, die Völker aufeinander schlagen" der harmlosen sonntäglichen Unterhaltung der Bürger diente, fühlen sich heute die Menschen von den Ereignissen, die vor drei Jahren über die Region rund um das japanische Fukushima hereinstürzten, betroffen und bedroht.

Sieben Organisationen, darunter der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Aktion Strom ohne Atom, hatten die sonntägliche Demo auf die Beine gestellt. 30 weitere Initiativen und Parteien zählten sich zum Kreis der Unterstützer. Einig war man sich, dass man die Kernkraftwerke sofort abschalten müsse. Oshidoro Mako, Journalistin und Unterhaltungskünstlerin aus Japan, die sich einen Ruf als Kritikerin des Atomkonzerns Tepco erworben hat, stimmte in diese Forderung mit ein.

Das von den Demonstranten in Neckarwestheim begeistert skandierte Zauberwort ihrer Heimat heißt "Saikado hantei" - dem Neustart der Atomkraftwerke widerstehen.

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