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Erligheim investiert ohne Kredite

Im Vorgriff auf den Haushalt 2016 stellte Kämmerin Julia Paule im Erligheimer Gemeinderat die geplanten Investitionen für die kommenden Jahre vor.

ROLAND WILLEKE |

Mit einer Million Euro ist das im Bau befindliche Kleeblatt-Pflegeheim das Schwergewicht unter den Investitionen in diesem Jahr. Bekanntlich beteiligt sich die Gemeinde Erligheim mit einem Drittel an den Baukosten. Aufgeteilt in zwei Raten ergeben sich für 2015 und 2016 Zahlungsverpflichtungen von jeweils 510 000 Euro. Sie werden in diesem Jahr in einem Betrag ausbezahlt.

Für den Umbau und die Modernisierung des Kinderhauses hat Kämmerin Julia Paule insgesamt 850.000 Euro in den Investitionsplan eingestellt.

Die laufende Ortskernsanierung wird die Gemeinde in diesem Jahr 277.000 Euro kosten. Erligheim erwartet Zuschüsse von 200.000 Euro. In den kommenden drei Jahren plant man mit Ausgaben von jeweils 100 000 Euro und Einnahmen von jährlich 50.000 Euro.

Die Neugestaltung der Straßenoberflächen in der Siedlung Rosenfeld wurde auf 2017 verschoben. 460.000 Euro stehen hierfür in der Finanzplanung. Dieses Jahr sollen 90.000 Euro ausgegeben werden. Für Kläranlage und Kanal plant man Ausgaben von rund 140.000 Euro in diesem Jahr. In den kommenden drei Jahren werden es insgesamt 365.000 Euro sein.

Die Sanierung des Bürgerhauses mit einem geschätzten Aufwand von 160 000 Euro ist für 2017 geplant. In diesem Jahr fallen voraussichtlich 40.000 Euro für Planung und vorbereitende Arbeiten an. Der geplante Aufzug im Rathaus soll für insgesamt 120.000 Euro erst in den Jahren 2018 und 2019 eingebaut werden.

Der Bauhof wird in diesem Jahr einen neuen Traktor im Wert von 125.000 Euro erhalten, die zugehörige Winterdienstausrüstung kostet weitere 35.000 Euro. Der Austausch eines Schmalspurtraktors im Wert von 90.000 Euro ist erst für 2017 geplant.

In der Freudentaler Straße wird für 60.000 Euro ein Teil der Wasserleitung erneuert. Auch in der Grünwiesenstraße wird für rund 40.000 Euro die Wasserleitung ausgetauscht. Der geplante Austausch im Rosenfeld für 90.000 Euro wird wie die dortigen Straßenarbeiten ins Jahr 2017 verschoben.

Für die Grundschule Erligheim-Hofen will die Gemeinde in diesem Jahr 68.000 Euro ausgeben. Davon sollen das Dach und ein Teil der Fassade erneuert werden. Die Kosten entsprechen 80 Prozent der Gesamtkosten; der Rest wird von der Stadt Bönnigheim getragen.

Für die Feldwegesanierung hatte die Verwaltung wie in den Vorjahren 10.000 Euro geplant. Auf Antrag von Gemeinderat Gustav Schabinger wird dieser Betrag 2016 einmalig auf 50.000 Euro erhöht, um die dringendsten Schäden auf einen Schlag beheben zu können.

Zur Finanzierung der geplanten Investitionen sieht Kämmerin Julia Paule Entnahmen aus den Rücklagen und Grundstückserlöse sowie den Zufluss aus dem Verwaltungshaushalt vor. Es ist nicht daran gedacht, neue Kredite aufzunehmen. Erligheim bleibt somit auf seinem Kurs der Nullverschuldung.

Der eigentliche Haushaltsplan wird voraussichtlich erst im März in den Gemeinderat eingebracht.

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