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85 Kilo Drogen und Geschäfte mit Waffen

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Sieben Männer und eine Frau aus dem Ludwigsburger Kreisgebiet sitzen seit gestern auf der Anklagebank des Stuttgarter Landgerichts. Es handelt sich um einen der größten Drogen- und Waffenhandels-Prozesse der letzten Jahre. Den Angeklagten wirft die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Stuttgart vor, 85 Kilo Drogen eingekauft und an Unterhändler im gesamte Kreis Ludwigsburg abgegeben sowie mit zahlreichen scharfen Waffen, darunter auch Kriegswaffen, gehandelt zu haben.

Als Ende Januar dieses Jahres Gebäude in Ludwigsburg und Umgebung von der Polizei durchsucht wurden, fielen den überraschten Fahndern neben rund 20 Kilo Drogen und mehreren 100 000 Euro mutmaßlichen Drogengeldes, auch eine ganze Menge Waffen in die Hände.

Acht mutmaßliche Dealer

Es wurden acht mutmaßliche Drogenhändler, die offensichtlich auch Geschäfte mit Kriegswaffen betrieben, festgenommen. Vier davon aus Ludwigsburg, zwei Weitere aus Asperg, Tamm und Markgröningen sowie eine 23-jährige Belgierin und ein 24-Jähriger aus Rotterdam, der als Drogenlieferant gewirkt haben soll.

Schon vor einem guten Jahr hatten sich nach Erkenntnissen der Stuttgarter Staatsanwaltschaft erste Hinweise verdichtet, dass eine organisierte Gruppe Drogentransporte aus den Niederlanden organisiert und die Ware im Landkreis Ludwigsburg verkauft. Die acht mutmaßlichen Haupt-Organisatoren sitzen nun seit dem gestrigen Donnerstag auf der Anklagebank.

Die Vorwürfe haben es in sich: Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Einfuhr und Handeltreiben mit Rauschgift und mehrfacher Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Als Haupttatort nennt die Staatsanwältin in erster Linie die Stadt Ludwigsburg, hier auch mehrfach ein Cafe im Zentrum, in dem die Drogen jeweils nach der Einfuhr aus den Niederlanden an die Empfänger übergeben worden seien. Doch weitaus schwerer stuft die Staatsanwältin die mutmaßlichen Waffengeschäfte der Beschuldigten ein, diese habe man illegal besessen, sie auch ein- und verkauft, und teils auch bei den Drogengeschäften griffbereit dabei gehabt.

Am ersten Prozesstag machten die Angeklagten noch keine Angaben. Die Verteidiger beschwerten sich beim Gericht, man habe wichtige Aktenteile erst zu spät erhalten und daher keine Zeit zur Einarbeitung gehabt.

Ob dem Antrag stattgegeben wird, ist noch offen. Insgesamt hat die Stuttgarter Strafkammer 40 Prozesstage bis zum 30. April nächsten Jahres angesetzt.

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